Walking Burpee

Der Walking Burpee ist eine gelenkschonende Variante des klassischen Burpees. Statt die Füße zurück in den Stütz zu schnippen oder am Ende zu springen, stellst du nacheinander einen Fuß nach dem anderen zurück in die hohe Stützposition und gehst die Füße anschließend wieder Schritt für Schritt nach vorne, um aufzustehen. Das Bild zeigt die beiden wichtigsten Positionen: eine aufrechte Standing-Position am Anfang und die Zwischenposition, in der die Hände bereits auf dem Boden stehen, ein Bein schon zurückgestellt ist und das andere gerade folgt.

Diese Variante bietet alles, was einen Burpee ausmacht — eine Ganzkörperbelastung, die den Puls schnell in die Höhe treibt und Beine, Hüften, Rumpf, Schultern und Arme fordert —, aber ohne den wiederholten Aufprall beim Zurückspringen und Landen. Damit ist sie eine kluge Wahl für Anfänger, die das Burpee-Muster erst lernen, für größere oder schwerere Trainierende, für alle mit empfindlichen Knien, Knöcheln oder unterem Rücken sowie für Leute, die auf harten Böden oder in Wohnungen trainieren, wo Springen nicht praktikabel ist.

Die Bewegung schult die Hüftbeuge und die Kniebeuge-Mechanik, die nötig ist, um die Hände sauber auf den Boden zu bringen, fordert den Rumpf, während der Stütz gehalten wird, und baut Kondition durch ständige Positionswechsel auf statt durch Explosivität. Da jede Wiederholung vier bewusste Fußstellungen beinhaltet, stehen die Beinbeuger und Hüftbeuger länger unter Spannung als bei einem schnellen Burpee mit Sprung.

Die Position der Hände ist wichtiger, als die meisten denken. Wo du sie abstellst, entscheidet darüber, ob sich der Rückweg flüssig oder klobig anfühlt. Stelle sie etwa schulterbreit auf, weit genug nach vorne, dass du ein Bein nach hinten ausstrecken kannst, ohne dass die Hüfte einsackt. Stehen die Hände zu nah an den Füßen, endest du in einer geduckten Haltung mit rundem Rücken; stehen sie zu weit vorne, wird die Stützposition instabil und die Hüfte hängt durch.

Zur Ausführung: Beuge dich aus der Hüfte, winkel die Knie an und lege die Handflächen flach auf den Boden, stelle einen Fuß gerade nach hinten, dann den anderen, bis dein Körper eine Linie von Kopf bis Fersen bildet. Geh die Füße wieder Schritt für Schritt in Richtung Hände zurück, drücke dich kraftvoll auf und steh dich aufrecht auf. Wiederhole das Ganze in einem gleichmäßigen, wiederholbaren Tempo. Atme dabei ruhig und rhythmisch, statt die Luft anzuhalten.

Nutze Walking Burpees als konditionellen Abschluss, als eigenständige Intervalle oder als Einstiegsvariante, bevor du zu Burpees mit Rücksprung und Absprung übergehst. Auch wenn der Aufprall gering ist, summiert sich das Volumen — beende den Satz, sobald deine Stützposition einsackt oder deine Füße aus der Linie driften.

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Walking Burpee

Anleitungen

  • Steh aufrecht, die Füße hüftbreit auseinander, die Arme entspannt an den Seiten, das Gewicht balanciert über der Mitte jedes Fußes.
  • Beuge dich mit angespanntem Rumpf aus der Hüfte nach vorne, winkel die Knie an und lege beide Handflächen etwa schulterbreit flach auf den Boden, ungefähr eine Handbreit vor den Zehenspitzen.
  • Verlagere dein Gewicht auf die Hände und stelle dann deinen rechten Fuß gerade nach hinten, sodass du mit dem Fußballen aufsetzt und das Knie über dem Boden bleibt.
  • Stelle den linken Fuß daneben zurück, sodass du in der hohen Stützposition landest: dein Körper bildet eine gerade Linie von Kopf bis Fersen, die Schultern stehen direkt über den Handgelenken.
  • Halte den Stütz kurz, spanne die Bauchmuskeln an und halte die Hüften eben, ohne dass der untere Rücken durchhängt.
  • Stelle deinen rechten Fuß nach vorne und setze ihn flach in der Nähe der Außenseite deiner rechten Hand ab, dann stellst du den linken Fuß dazu zurück in die tiefe Hocke.
  • Drücke dich über die Fersen ab und schwing die Arme leicht nach vorne, während du dich zurück in die aufrechte Standposition hochrichtest.
  • Atme aus, wenn du die Füße zurück und wieder nach vorne führst, und nimm beim Aufstehen und Neuorientieren oben einen vollen Atemzug.
  • Richte deine Standposition neu aus und beginne die nächste Wiederholung. Wechsle bei jeder Wiederholung, welcher Fuß zuerst zurückschreitet, damit die Belastung ausgewogen bleibt.

Tipps & Tricks

  • Stelle deine Hände etwas breiter als deine Zehenspitzen ab, nicht direkt davor — so haben die Füße einen freien Weg nach hinten, ohne dass die Hüfte nach oben abknicken muss.
  • Der häufigste Fehler: Die Hüfte schießt sofort nach oben, sobald ein Fuß zurückschreitet, und aus dem Stütz wird ein Pike. Denk daran, den Scheitel deines Kopfes nach vorne zu drücken, während das Bein nach hinten wandert.
  • Wechsle bei jeder Wiederholung das vordere Bein. Wenn du über den ganzen Satz mit demselben Bein beginnst, entsteht eine spürbare Ungleichheit zwischen den Hüftbeugern und der unteren Rückenmuskulatur.
  • Wenn deine Beinbeuger die Hüftbeuge einschränken, winkel die Knie stärker an, statt den Rücken zu runden, um den Boden zu erreichen.
  • Lass den schreitenden Fuß leise aufsetzen — wenn du den Fußballen bewusst abstellst, statt ihn aufs Boden klatschen zu lassen, bleibst du kontrolliert und schützt das Knöchelgelenk.
  • Wenn du am Ende jeder Wiederholung aufstehst, beende die Bewegung aufrecht mit angespannten Gesäßmuskeln, statt dich vorgebeugt direkt in die nächste Wiederholung zu werfen. Beim überstürzten Aufstehen gehen die meisten Formfehler verloren.
  • Steuere das Tempo über die Atmung: ein Atemzug pro Rückweg, einer pro Vorwärtsgehen. Wenn du diesen Rhythmus nicht halten kannst, verlangsame lieber, statt den Stütz zu verkürzen.
  • Auf harten Böden macht eine dünne Matte unter den Händen lange Sätze deutlich angenehmer, ohne die Bewegung zu verändern.

Häufig gestellte Fragen

  • Welche Muskeln trainiert der Walking Burpee?

    Er trainiert den ganzen Körper: Die Oberschenkelvorderseite und das Gesäß übernehmen den Großteil der Beuge- und Steharbeit, die Beinbeuger und Hüftbeuger die Schritte, und Bauch, Schultern und Arme halten den Stütz. Herz und Lunge leisten ebenfalls einen großen Teil der Arbeit.

  • Worin unterscheidet sich der Walking Burpee von einem normalen Burpee?

    Du schreitest die Füße einzeln nach hinten und wieder nach vorne, statt sie zu springen, und stehst oben ohne Absprung auf. Damit entfällt der Aufprall auf Knie, Knöchel und unteren Rücken, während der konditionelle Effekt erhalten bleibt.

  • Ist der Walking Burpee gut für Anfänger?

    Ja, er ist eine der besten Möglichkeiten, das Burpee-Muster zu lernen. Durch das Schreiten kannst du dich auf die Handposition, die Stützposition und das aufrechte Aufstehen konzentrieren, bevor du das Springen dazunimmst.

  • Wie weit nach vorne sollten meine Hände bei der Ausgangsposition stehen?

    Lege die Handflächen etwa schulterbreit und ungefähr eine Handbreit vor deine Zehenspitzen. So bleibt genug Platz, dass die Füße zurückschreiten können, ohne dass die Hüfte in ein Pike abknickt.

  • Warum schmerzt mein unterer Rücken in der Stützphase?

    Das bedeutet meist, dass die Hüfte durchhängt oder die Hände zu weit vorne stehen, sodass die Körpermitte überdehnt wird. Spanne die Bauchmuskeln an, richte die Schultern über den Handgelenken aus und verkürze die Stützzeit, bis du eine gerade Linie halten kannst.

  • Sollte ich abwechseln, welcher Fuß zuerst zurückschreitet?

    Ja. Wenn du bei jeder Wiederholung das vordere Bein wechselst, bleibt die Belastung zwischen den Hüftbeugern ausgeglichen, und eine Seite dominiert die Bewegung nicht über einen langen Satz.

  • Was kann ich statt des Walking Burpee machen, wenn ich die Hände nicht auf den Boden legen kann?

    Nutze eine erhöhte Fläche wie eine Bank oder ein Step-Board für deine Hände, wodurch sich der Weg zum Boden verkürzt. Wenn die Beweglichkeit besser wird, senkst du die Höhe schrittweise ab.

  • Wie viele Walking Burpees sollte ich machen?

    Beginne mit Sätzen von 8 bis 12 Wiederholungen oder Intervallen von 20 bis 30 Sekunden und achte auf einen sauberen Stütz und ein aufrechtes Finish. Steigere das Volumen nur, solange du die Körpermitte halten kannst.

  • Kann ich Walking Burpees jeden Tag machen?

    Da der Aufprall gering ist, erholen sie sich schneller als Burpees mit Sprung, aber Muskeln und Gelenke sammeln trotzdem Ermüdung an. Zwei bis vier Einheiten pro Woche mit Ruhetagen zwischen härteren Intervalltagen sind für die meisten Menschen ein nachhaltiger Ansatz.

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