Assistierter Liegestütz Mit Zusatzgewicht
Der Assistierte Liegestütz mit Zusatzgewicht ist ein klassischer Liegestütz mit einem extra Twist: Eine Gewichtsplatte liegt auf deinem oberen Rücken, während ein Partner sie für dich auflegt, stabilisiert oder abnimmt. Die Rolle des Partners besteht hier vor allem darin, das Gewicht sicher zu handhaben – die Platte richtig zwischen den Schulterblättern zu platzieren ist allein wirklich umständlich, und wer es selbst versucht, verliert meist seine Position. Mit einem Partner an der Platte bekommst du den vollen Nutzen des Zusatzgewichts, ohne dich beim Positionieren zu verhaspeln.
Diese Übung eignet sich für Athleten, die mit dem Körpergewichts-Liegestütz ausgereizt haben, aber noch nicht bereit für anspruchsvollere Varianten wie Deficit- oder Einarmige Liegestütze sind. Mit zusätzlichem Gewicht kannst du in kleinen, messbaren Schritten weitermachen – ein Plattenwechsel von wenigen Kilogramm ist eine deutlich sanftere Progression als der Sprung zu einer neuen Hebelvariante. Sie ist auch praktisch für alle, die ihre Liegestütz-Kraft gegen eine konkrete Zahl trainieren, denn belastete Liegestütze reagieren auf dieselbe Wiederholungs- und Gewichtsprogression wie das Bankdrücken.
Die Hauptarbeit leistet die Brust, unterstützt von der Vorderseite der Schultern und den Trizeps über die gesamte Druckphase. Was sich beim Zusatzgewicht am meisten verändert, ist die Anforderung an deinen Rumpf: Core, Gesäß und Beine müssen jetzt unter einer schwereren Last eine starre Plank-Position halten, sonst rutscht die Platte und die Hüfte sackt durch. Insofern trainiert der Assistierte Liegestütz mit Zusatzgewicht den ganzen Körper darauf, beim Drücken stabil und straff zu bleiben – was sich gut aufs Bankdrücken und andere bodennahe Druckübungen überträgt.
Die Einrichtung ist hier wichtiger als beim normalen Liegestütz. Deine Hände sollten unter den Schultern stehen, die Platte mittig auf dem oberen Rücken liegen – zwischen den Schulterblättern, nicht am Nacken oder unteren Rücken – und dein Körper sollte eine gerade Linie von Kopf bis Fersen bilden, bevor die Platte draufkommt. Landet das Gewicht an der falschen Stelle, zieht es dich entweder aus der Ausrichtung oder macht aus dem Satz einen Ausdauertest für den unteren Rücken statt für die Brust.
Für eine saubere Ausführung senkst du dich kontrolliert ab, bis deine Brust nah am Boden ist, hältst die Ellenbogen etwa im 45-Grad-Winkel zum Torso und drückst dich hoch, ohne dass die Hüfte die Bewegung anführt. Beim Absenken einatmen, beim Drücken ausatmen. Sprich während des gesamten Satzes mit deinem Partner: Er sollte die Platte vor deiner ersten Wiederholung auflegen, bei schwereren Sätzen die Hand nah an der Platte halten und sie abnehmen, sobald du fertig bist oder die Form verlierst. Wenn deine Hüfte durchhängt oder die Platte zu rutschen beginnt, beende den Satz, statt in einer kompromittierten Position weiterzumachen.
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Anleitungen
- Kniete dich in eine Liegestützposition, mit den Händen etwas breiter als schulterbreit, den Fingern gespreizt und den Handgelenken direkt unter den Schultern.
- Stelle deine Füße etwa hüftbreit auf und strecke die Beine durch, sodass dein Körper eine gerade Linie von Kopf bis Fersen bildet, bevor Gewicht dazukommt.
- Lass deinen Partner eine Gewichtsplatte flach mittig auf deinem oberen Rücken platzieren, zwischen den Schulterblättern – nicht am Nacken oder unteren Rücken – und sie festhalten, bis du bereit bist.
- Spanne deinen Core an, drücke das Gesäß zusammen und zieh die Schulterblätter nach unten und hinten, damit die Platte eine stabile Ablagefläche hat.
- Atme ein und beuge die Ellenbogen, um deine Brust Richtung Boden abzusenken, wobei die Ellenbogen etwa im 45-Grad-Winkel zum Torso bleiben und dein Kopf in Verlängerung der Wirbelsäule liegt.
- Senke dich ab, bis deine Brust knapp über dem Boden ist und deine Oberarme ungefähr parallel zum Boden stehen, und halte unter der Last eine starre Plank.
- Atme aus und drücke mit den Handflächen den Boden von dir weg, strecke die Ellenbogen dabei vollständig durch und achte darauf, dass die Hüfte weder ansteigt noch einsackt.
- Beende jede Wiederholung oben mit durchgestreckten Ellenbogen und der Platte noch flach auf dem Rücken, dann spanne deinen Rumpf neu an, bevor du zur nächsten Wiederholung absenkst.
- Wenn du den Satz beendet hast oder deine Form zusammenbricht, sag deinem Partner Bescheid und bleib in der Plank-Position, während er die Platte von deinem Rücken nimmt.
- Nachdem die Platte entfernt wurde, lass deine Knie auf den Boden, um auszuruhen, und positioniere die Platte für den nächsten Satz bei Bedarf neu.
Tipps & Tricks
- Der häufigste Fehler ist eine Platte, die zu weit oben am Nacken oder zu weit unten am unteren Rücken liegt. Bitt deinen Partner, sie zwischen den Schulterblättern zu zentrieren, damit die Last die Wirbelsäule neutral belastet statt sie zu scheren.
- Wenn deine Hüfte sofort durchhängt, sobald das Gewicht drauf ist, ist die Last zu schwer für deinen Rumpf – nicht unbedingt für deine Brust. Nimm eine kleinere Platte und baue mit einer Plank auf, die du bei jeder Wiederholung straff halten kannst.
- Dränge das Auflegen der Platte nicht. Bleib in einer stabilen Plank, während dein Partner die Platte platziert, denn viele Sätze gehen schon in den wackeligen Sekunden vor der ersten Wiederholung verloren.
- Lass die Ellenbogen nicht bis zu vollen 90 Grad ausschwenken. Unter Last belastet diese Position die Schultern, also steuere die Ellenbogen beim Absenken leicht Richtung Rumpf.
- Drücke deine Finger aktiv in den Boden und greife ihn fest. Belastete Liegestütze verstärken Handgelenksbeschwerden, und ein fester Griff hilft, die Handgelenke über den Ellenbogen zu halten.
- Wenn die Platte während des Satzes rutscht, bedeutet das meist, dass die Schultern hochgezogen oder der obere Rücken rund ist. Drück die Schulterblätter nach unten und halte die Brust offen, damit die Platte eine flache Fläche hat.
- Sprich vor dem Start klar mit deinem Partner ab: Legt fest, wie viele Wiederholungen du planst, und lass ihn bei schweren Sätzen die Hände nah an der Platte halten, damit er sie fangen kann, wenn du versagst.
- Progrediere in kleinen Plattenschritten statt in großen Sprüngen. Belastete Liegestütze bestrafen Ego-Gewichte mit Formverlust an Hüfte und unterem Rücken, bevor die Brust überhaupt nahe am Muskelversagen ist.
- Wenn Liegestütze unter Last zu schwierig sind, erhöhe deine Hände auf einer niedrigen Bank und behalte die Plattenplatzierung bei – Setup und Partnerrolle bleiben identisch, nur die Hebelwirkung ändert sich.
Häufig gestellte Fragen
Welche Muskeln trainiert der Assistierte Liegestütz mit Zusatzgewicht?
Die Brust ist der Hauptmotor, während Trizeps und vordere Schultern die Druckbewegung unterstützen. Core, Gesäß und Beine arbeiten ebenfalls kräftig, um unter der Platte eine starre Plank-Position zu halten.
Wo sollte die Gewichtsplatte auf meinem Rücken liegen?
Flach auf dem oberen Rücken, mittig zwischen den Schulterblättern. Liegt sie am Nacken oder unteren Rücken, entsteht dort Belastung und deine Linie von Kopf bis Fersen gerät aus der Balance.
Ist der Assistierte Liegestütz mit Zusatzgewicht für Anfänger geeignet?
Anfänger sollten zuerst in der Lage sein, 15 oder mehr saubere Körpergewichts-Liegestütze mit stabiler Plank auszuführen. Sobald diese Basis steht, ist der Einstieg mit einer kleinen Platte und einem Partner ein sicherer Weg, um zu progredieren.
Wie schwer sollte die Platte sein?
Starte mit einer leichten Platte – etwa 5 bis 11 Kilogramm – und steigere erst, wenn du deine Zielwiederholungen schaffst, ohne dass die Hüfte einsackt oder die Platte verrutscht. Kleine Sprünge funktionieren besser als große.
Was macht der Partner beim Assistierten Liegestütz mit Zusatzgewicht genau?
Der Partner legt die Platte auf deinen oberen Rücken, stabilisiert sie bei schwereren Sätzen und nimmt sie ab, wenn du fertig bist oder die Form verlierst. Er handhabt die Last zur Sicherheit – er hilft dir nicht bei den Wiederholungen.
Warum hängt meine Hüfte durch, sobald die Platte drauf ist?
Die zusätzliche Last übersteigt, was dein Core aktuell stabilisieren kann. Reduziere das Gewicht und achte darauf, vor jeder Absenkung Gesäß und Bauch anzuspannen, um die gerade Linie zu halten.
Was kann ich statt einer Gewichtsplatte verwenden?
Ein Gewichtsweste macht den Partner komplett überflüssig und hält die Last zentriert. Eine flach auf dem oberen Rücken liegende Kurzhantel funktioniert im Notfall, ist allerdings schwieriger auszubalancieren.
Wie unterscheidet sich der Assistierte Liegestütz mit Zusatzgewicht vom normalen Liegestütz?
Die Mechanik ist identisch, aber das externe Gewicht erhöht die Anforderung beim Drücken und steigert die Stabilitätsanforderung an deinen Rumpf enorm. Außerdem ermöglicht es progressive Überlastung in kleinen Schritten, was Körpergewichts-Liegestützen nicht können.
Wie tief sollte ich mit einer Platte auf dem Rücken absenken?
Senk dich ab, bis deine Brust knapp über dem Boden ist und deine Oberarme ungefähr parallel zum Boden stehen. Wenn deine Hüfte oder die Platte zuerst absinkt, ist die Tiefe oder die Last über deiner aktuellen Kontrolle.
Ist der Assistierte Liegestütz mit Zusatzgewicht sicher für den unteren Rücken?
Ja, solange die Platte zwischen den Schulterblättern liegt und dein Körper eine gerade Linie bildet. Das Risiko kommt von zu viel Gewicht, durchhängender Hüfte oder einer zu weit unten an der Wirbelsäule liegenden Platte – beende also den Satz, sobald deine Körperspannung nachlässt.
