Langhantel-Larsen-Press
Die Langhantel-Larsen-Press ist eine Bankdruck-Variante, bei der du die Beine gestreckt entlang der Bank auslagernst, anstatt sie auf dem Boden aufzustellen. Indem du die Füße vom Boden nimmst, schaltest du den Beindruck komplett aus – das zwingt Brust, Schultern und Trizeps, die gesamte Arbeit zu übernehmen, und dein Rumpf muss die Hantel ohne Unterstützung der Beine stabilisieren. Auf den ersten Blick sieht es wie ein normales Bankdrücken aus, doch das Gefühl unterscheidet sich bereits ab der ersten Wiederholung deutlich.
Diese Variante ist besonders nützlich für Sportler, die beim klassischen Bankdrücken stark auf Hohlkreuz-Bogen und Beindruck setzen. Ohne die Beine bekommst du eine ehrliche Auskunft über deine reine Oberkörper-Druckkraft, und die ständige Spannung auf der Brust kann helfen, Sticking Points im mittleren Bewegungsabschnitt zu überwinden. Powerlifter nutzen sie als Zusatzübung, um ihr Wettkampf-Bankdrücken unter strikteren Bedingungen zu stärken, während Freizeitsportler damit mit sauberer Technik Brustmasse aufbauen.
Die Einrichtung ist hier wichtiger als beim normalen Bankdrücken. Da deine Beine ausgestreckt sind und dein Körper keine Verbindung zum Boden hat, müssen die Schulterblätter nach hinten unten gezogen bleiben und der Rumpf deutlich mehr arbeiten, damit dein Oberkörper nicht ausweicht. Beginne mit leichterem Gewicht als beim normalen Bankdrücken – bei der Larsen-Press sind typischerweise 10 bis 20 Prozent weniger Gewicht drin, und zu schwer einzusteigen ist der häufigste Fehler.
So führst du die Übung richtig aus: Lege dich flach auf die Bank, die Augen unter der Hantel, strecke beide Beine gerade entlang der Bank aus und lass die Füße leicht auf dem Boden ruhen oder knapp darüber schweben, ohne hineinzudrücken. Greife die Stange etwas breiter als schulterbreit, senke sie kontrolliert zur Körpermitte der Brust und drücke sie dann in einem leichten Bogen nach oben, bis die Arme über den Schultern gestreckt sind. Halte die Bewegung ruhig und bewusst statt die Abwärtsbewegung zu obouncen oder zu hetzen.
Am häufigsten siehst du die Larsen-Press als Zusatzübung in moderaten Wiederholungsbereichen, etwa zwischen 6 und 12 Wiederholungen pro Satz, nach der eigentlichen Druckarbeit des Tages. Sie passt gut zu Rudern und Klimmzügen, um das Druckvolumen auszugleichen. Sicherheitshalber solltest du immer ein Rack mit Sicherungsstangen auf Brusthöhe verwenden oder einen kompetenten Spotter haben, denn die verringerte Stabilität dieser Variante macht einen verpatzten Wiederholung bei Ermüdung wahrscheinlicher.
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Anleitungen
- Stelle eine Flachbank in ein Power Rack und justiere die Sicherungsstangen knapp unterhalb deiner Brusthöhe, wenn du auf der Bank liegst.
- Lehne dich zurück, sodass die Augen direkt unter der Langhantel sind, und strecke beide Beine gerade entlang der Bank aus, sodass die Füße jenseits des Endes leicht auf dem Boden aufliegen – ohne Druck über die Fersen.
- Greife die Stange etwas breiter als schulterbreit, umklammere sie fest und ziehe die Schulterblätter nach hinten unten in die Bank.
- Atme in den Bauch ein und spanne den Rumpf an, bevor du die Stange ausräumst, und bringe sie dann mit gestreckten Armen über die Körpermitte der Brust.
- Senke die Stange kontrolliert zur Körpermitte der Brust, wobei die Ellbogen etwa in einem 45 bis 70 Grad Winkel zum Oberkörper stehen.
- Berühre die Brust locker auf Höhe des Brustbeins, ohne zu bouncen, und halte die Handgelenke über den Ellbogen gestapelt.
- Drücke die Stange nach oben und leicht nach hinten in einem sanften Bogen, bis sie über den Schultergelenken endet und die Arme vollständig gestreckt sind.
- Atme beim Drücken aus und atme oben wieder ein, bevor du die nächste Wiederholung beginnst.
- Schließe alle Wiederholungen ab, führe die Stange zurück über Gesicht und Schultern zum Ablagegestell, entspanne erst danach Griff und Rumpf.
- Halte die Füße während des gesamten Satzes komplett passiv – spürst du, dass du in den Boden drückst, bringe deine Position zurück, bevor du weitermachst.
Tipps & Tricks
- Starte mit etwa 60 bis 80 Prozent deines normalen Bankdrück-Arbeitsgewichts; der Wegfall des Beindrucks lässt die Stange schwerer wirken, als es die Scheibenrechnung vermuten lässt.
- Der häufigste Fehler ist, unbewusst die Füße in den Boden zu pressen, um Stabilität zu erzeugen – graben sich die Fersen ein, hast du daraus wieder ein normales Bankdrücken gemacht.
- Halte die Hüften in Kontakt mit der Bank. Das Anheben der Hüften, um den Bewegungsweg zu verkürzen, untergräbt den Sinn der strengen Ausführung.
- Wenn die Stange oben wackelt, ist dein Griff möglicherweise zu eng oder die Schulterblätter sind auseinandergedriftet – setze sie vor der nächsten Wiederholung wieder gegen die Bank zurück.
- Chalk oder ein fester Griff um die Stange hilft hier mehr als sonst, denn ohne gespannten Unterkörper ist ein Abrutschen der Hände schwerer zu kontrollieren.
- Positioniere dich so, dass die Stange näher an deinem Kopf abgelegt ist als beim üblichen Bankdrücken, denn zu weitem Reichen beim Ausräumen zieht die Schulterblätter aus der Position.
- Beende den Satz, wenn der Rumpf zu ermüden beginnt und dein Oberkörper sich zu drehen beginnt – nicht erst, wenn die Brust aufgibt. Schlampige Stabilisierung ist der Punkt, an dem die Technik kippt.
- Bei leichteren Gewichten kannst du für eine oder zwei Wiederholungen eine Pause auf der Brust einbauen, wenn du zusätzliche Dehnspannung im Brustmuskel möchtest – aber halte die Pause kontrolliert statt unten locker zu lassen.
- Versuche diese Variante nicht mit Maximalgewicht ohne Sicherungsstangen; die Beine können eine stockende Stange nicht retten wie beim normalen Bankdrücken.
Häufig gestellte Fragen
Welche Muskeln trainiert die Langhantel-Larsen-Press?
Im Vordergrund steht die Brust, während die vorderen Schultern und der Trizeps jede Wiederholung unterstützen. Da der Beindruck wegfällt, muss auch der Rumpf härter arbeiten als beim normalen Bankdrücken, um den Oberkörper stabil zu halten.
Worin unterscheidet sich die Langhantel-Larsen-Press vom normalen Bankdrücken?
Bei der Larsen-Press sind die Beine gestreckt ausgelagert, die Füße ruhen leicht oder schweben, sodass du dich nicht stark wölben oder über den Boden abdrücken kannst. Das macht den Druck strenger und verlagert die gesamte Last auf den Oberkörper.
Ist die Langhantel-Larsen-Press für Anfänger geeignet?
Grundsätzlich ja, aber die meisten Anfänger sollten zuerst das normale Bankdrücken lernen. Wenn du es probierst, nimm leichtes Gewicht und setze Sicherungsstangen, da die verringerte Stabilität etwas Eingewöhnung braucht.
Warum ist meine Larsen-Press schwächer als mein normales Bankdrücken?
Das ist zu erwarten. Beindruck und ein kräftiger Bogen tragen beim normalen Bankdrücken spürbar bei, daher sind 10 bis 20 Prozent oder mehr weniger Arbeitsgewicht bei der Larsen-Press normal und kein Zeichen von Schwäche.
Wo sollten meine Füße bei der Langhantel-Larsen-Press sein?
Strecke die Beine gerade entlang der Bank aus und lass die Füße ohne Druck auf dem Boden ruhen, oder halte sie leicht über dem Boden. Entscheidend ist, dass sie zum Drücken nichts beitragen.
Was ist der häufigste Fehler bei dieser Übung?
Unbemerkt die Füße in den Boden zu pressen, wodurch die Bewegung wieder zum normalen Bankdrücken wird. Ein weiterer häufiger Fehler ist, sie wie ein normales Bankdrücken zu beschweren, sodass die Stange wegdriftet oder stehen bleibt.
Kann ich die Langhantel-Larsen-Press stattdessen mit Kurzhanteln machen?
Ja, eine Kurzhantel-Version in derselben Beine-gestreckt-Position ist ein sinnvoller Ersatz, besonders wenn du ohne Spotter trainierst. Die Langhantel-Version belastet das Bewegungsmuster schwerer, aber die Kurzhantel-Variante lässt sich leichter abwerfen.
Wie viele Sätze und Wiederholungen sollte ich bei der Langhantel-Larsen-Press machen?
Am besten funktioniert sie als Zusatzübung im Bereich von 6 bis 12 Wiederholungen für 2 bis 4 Sätze, nach deiner eigentlichen Druckarbeit. Halte anfangs mindestens ein paar Wiederholungen in Reserve, während du die Position lernst.
Ist die Langhantel-Larsen-Press ohne Spotter sicher?
Nur wenn du in einem Rack Sicherungsstangen knapp unterhalb deiner Brusthöhe setzt. Da die Beine eine stockende Stange nicht retten können, sind die Stangen oder ein Spotter bei schweren Sätzen unverzichtbar.
