Plyo Liegestütz (Variante 2)
Der Plyo Liegestütz (Variante 2) ist eine explosive Oberkörper-Drückvariante, bei der deine Hände auf flachen Weight Plates erhöht abgestützt sind. Statt mit normalem Tempo zu drücken, senkst du die Brust Richtung Boden und drückst dich danach so kraftvoll nach oben, dass deine Handflächen die Scheiben verlassen – und landest dann kontrolliert wieder auf ihnen. Die Scheiben geben etwas Höhe und ein klar definiertes Landeziel, wodurch die explosive Absicht der Wiederholung deutlicher wird und du von Satz zu Satz eine konsistente Handposition hast.
Diese Bewegung liegt zwischen dem Standard-Liegestütz und anspruchsvollerer Plyometrik wie Klatsch-Liegestützen oder Drop-Liegestützen. Sie trainiert Brust, Trizeps und vordere Schultern darauf, schnell statt langsam Kraft zu erzeugen, und fordert zudem deinen Rumpf, während der Aufprall jeder Landung eine straffe Plank-Position zu halten. Die stabilisierende Arbeit rund um Schultern und Handgelenke ist erheblich, denn jede Landung verlangt, dass du die Kraft bei guter Gelenkausrichtung abfängst.
Kampfsportler, Sprinter und alle, die Explosivkraft im Oberkörper entwickeln wollen, profitieren am meisten von dieser Übung. Sie ist auch ein praktischer Zwischenschritt: Wenn du 15-20 saubere normale Liegestütze schaffst, aber noch keine Klatsch-Liegestützen, kannst du mit Scheiben als Ziel und leichter Erhöhung den explosiven Druck bei verkürztem Bewegungsumfang und präziser Landezone üben.
Die Vorbereitung ist hier wichtiger als beim normalen Liegestütz. Die Scheiben müssen flach und stabil auf einer rutschfesten Unterlage liegen, direkt unter deinen Händen und etwa schulterbreit auseinander. Wenn eine Scheibe bei der Landung wackelt oder wegrutscht, wird die Wiederholung zu einem Verletzungsrisiko für die Handgelenke – teste also das Setup, bevor du das erste Mal explosiv drückst. Dein Körper sollte vor dem Start eine gerade Linie von Kopf bis Fersen bilden, die Füße etwa hüftbreit für das Gleichgewicht.
Für eine saubere Ausführung senkst du dich kontrolliert ab, bis deine Brust nahe am Boden ist, und gehst dann sofort in einen maximalen Druck über. Entscheidend ist die Absicht: drücke, als wolltest du deinen Oberkörper nach oben katapultieren, und atme dabei kräftig aus. Halte die Ellbogen etwa 45 Grad zum Torso statt sie seitlich auszustellen. Lande mit weichen Ellbogen, fange den Aufprall mit einer kleinen Delle ab und mache dann entweder kurz eine Pause oder fließt direkt in die nächste Wiederholung über – je nach Trainingsziel.
Da dies eine Bewegung mit hohem Aufprall ist, zählt Qualität mehr als Quantität. Beende den Satz, sobald deine Landungen schwer werden oder die Hüfte einsinkt, denn eine schlampige Landung festigt schlechte Mechanik und belastet Ellbogen und Handgelenke. Zwei bis vier Sätze mit je 3-6 knackigen Wiederholungen, früh in der Trainingseinheit wenn du frisch bist, sind ein sinnvoller Einsatz.
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Anleitungen
- Lege zwei flache Weight Plates etwa schulterbreit auseinander auf den Boden und prüfe, dass sie flach aufliegen und nicht wackeln, wenn du darauf drückst.
- Greife die Scheiben mit den Handflächen mittig oben, die Finger gespreizt, und geh mit den Füßen nach hinten, bis dein Körper eine gerade Linie von Kopf bis Fersen bildet, die Füße etwa hüftbreit auseinander.
- Spanne den Rumpf an und drücke die Gesäßmuskulatur zusammen, damit die Hüfte weder einsinkt noch hochgeht, bevor du die Wiederholung startest.
- Atme ein, beuge die Ellbogen und senke die Brust Richtung Boden, wobei die Ellbogen etwa 45 Grad zum Torso bleiben.
- Am unteren Punkt kehrtst du sofort die Richtung um und drückst explosiv, mit kräftiger Ausatmung, während du die Handflächen von den Scheiben abhebst.
- Halte die Handgelenke in der Flugphase fest und achte darauf, mit den Handflächen wieder mittig auf den Scheiben zu landen, nicht am Rand.
- Fange die Landung mit leicht gebeugten Ellbogen und einer kleinen kontrollierten Delle ab und lass Schultern und Rumpf den Aufprall bewältigen.
- Setze deine Plank-Position kurz zurück und mache die nächste Wiederholung, oder fließe direkt in die nächste Abwärtsbewegung über, wenn deine Landungen weiterhin sauber bleiben.
- Beende den Satz, sobald du nicht mehr leise und mittig auf den Scheiben landen kannst, und steig heraus, statt aus einer Wiederholung zusammenzubrechen.
Tipps & Tricks
- Wenn eine Scheibe auf glattem Boden rutscht, lege sie auf eine Gummimatte oder nutze Bumper Plates, denn eine Scheibe, die bei der Landung unter der Hand wegschießt, ist das größte Verletzungsrisiko bei diesem Setup.
- Häufiger Fehler: einsinkende Hüfte bei der Landung, weil der Rumpf beim Aufprall den Spannungsaufbau verliert. Filme einen Satz von der Seite und prüfe, ob deine KopF-Fersen-Linie jede Landung übersteht.
- Wenn deine Hände bei der Landung von der Mitte der Scheiben abdriften, verkleinere den Stand leicht und verlangsame die Absenkung, denn abdriftende Hände kommen meist aus einem ungleichmäßigen Druck statt aus schlechter Zielgenauigkeit.
- Jage nicht der Höhe auf Kosten der Ellbogenposition hinterher; ausgestellte Ellbogen plus harte Landung sind der schnellste Weg, sich bei dieser Übung die Ellbogen zu reizen.
- Betrachte die Absenkphase als gespannte Feder, nicht als Pause: kontrolliere sie etwa eine Sekunde lang und gehe ohne Verweilen am unteren Punkt in den Druck über, damit der Dehnungsreflex für dich arbeitet.
- Wenn deine Handgelenke beim Aufprall protestieren, wärme sie zuerst mit langsamen Liegestützen auf und prüfe, ob deine Finger gespreizt sind und leicht an den Scheibenrändern greifen statt flach aufzuliegen.
- Wenige Wiederholungen in hoher Qualität bauen hier Explosivkraft auf; Wiederholungen bis zum Muskelversagen verwandeln die Übung in schlampige, schwere Landungen mit kaum explosivem Nutzen.
- Steigere dich, indem du zu dünneren Scheiben oder zum nackten Boden wechselst, sobald jede Landung leise und mittig ist – nicht, indem du mehr Scheiben unter deine Hände legst.
Häufig gestellte Fragen
Welche Muskeln arbeitet der Plyo Liegestütz (Variante 2)?
Die Brust ist der Hauptmotor, mit starken Beiträgen von Trizeps und vorderen Schultern beim explosiven Druck. Dein Rumpf und die Stabilisatoren rund um Schultern und Handgelenke arbeiten daran, die Plank zu halten und jede Landung abzufangen.
Warum liegen die Hände in dieser Variante auf Weight Plates?
Die Scheiben geben den Händen ein klares Landeziel und etwas Höhe, wodurch der Bewegungsumfang leicht verkürzt wird und die Handposition von Wiederholung zu Wiederholung konsistent bleibt. Sie verringern auch die Handgelenkextension etwas im Vergleich zum flachen Drücken auf dem Boden.
Ist der Plyo Liegestütz (Variante 2) für Anfänger geeignet?
Nicht üblicherweise als Einstieg. Du solltest mindestens 15 solide Liegestütze mit stabiler Plank können, bevor du explosive Wiederholungen ergänzt, denn jede Landung zwingt Schultern, Handgelenke und Rumpf, echten Aufprall abzufangen.
Worin unterscheidet sich das vom normalen Plyo Liegestütz auf dem Boden?
Das Scheiben-Setup gibt dir ein Landeziel und erhöht die Hände leicht, wodurch sich die Flugphase und die Handposition besser einschätzen lassen. Es ist ein sinnvoller Zwischenschritt vor Klatsch-Liegestützen oder Drop-Liegestützen auf dem nackten Boden.
Wie viele Wiederholungen sollte ich machen?
Halte die Sätze im Bereich von 3-6 Wiederholungen und priorisiere knackige, leise Landungen über das Volumen. Wenn deine Hände die Scheibenmitte verfehlen oder die Hüfte einsinkt, beende den Satz, auch wenn noch Wiederholungen übrig wären.
Was ist der häufigste Fehler bei dieser Übung?
Weit ausgestellte Ellbogen und die Landung mit durchgestreckten Armen. Lande mit weichen Ellbogen etwa 45 Grad zum Torso, damit die Muskulatur den Aufprall abfängt statt ihn in die Ellbogen- und Handgelenke zu leiten.
Kann ich etwas anderes verwenden, wenn ich keine Weight Plates habe?
Ja. Zwei flache, stabile, niedrige Gegenstände gleicher Höhe funktionieren, etwa niedrige Stepper-Plattformen oder zwei übereinandergelegte Matten. Entscheidend ist, dass die Unterlage nicht rutscht oder kippt, wenn deine Hände darauf landen.
Sollte ich unten eine Pause machen, bevor ich explosiv drücke?
Vermeide das, wenn es um Explosivkraft geht. Senke dich kontrolliert ab und kehre sofort um, denn eine lange Pause killt den Dehnungsreflex, der plyometrische Liegestütze wirksam macht.
Gibt es Sicherheitsbedenken beim Plyo Liegestütz (Variante 2)?
Die Hauptrisiken sind eine wegrutschende Scheibe unter der Hand und eine Landung mit schlechter Ausrichtung, also sichere dein Setup und höre auf, sobald die Technik nachlässt. Bei einer bestehenden Verletzung oder Problemen mit Handgelenk, Ellbogen oder Schulter hol dir die Freigabe von einem qualifizierten Fachmann oder einer qualifizierten Fachfrau, bevor du Drückübungen mit hohem Aufprall machst.
