Lehnende Abduktorendehnung
Die lehnende Abduktorendehnung ist eine Übung im Stehen zur Verbesserung der Beweglichkeit der äußeren Hüfte und des oberen Gesäßmuskels. Eine Hand hält sich an einer Stange oder einem festen Gegenstand fest, während der Körper sich davon weglehnt. Dadurch entsteht eine lange Linie von der Schulter bis zur Hüfte auf der gedehnten Seite. Die Bewegung ist einfach, aber die Ausgangsposition entscheidet darüber, ob Sie eine saubere Dehnung der seitlichen Hüfte spüren oder eine unangenehme Verdrehung im unteren Rücken.
Die Übung ist besonders nützlich, wenn sich die Hüftabduktoren und das umliegende Gewebe nach dem Laufen, Kniebeugen, seitlichen Bewegungen oder langem Sitzen verspannt anfühlen. Auf dem Bild bleibt der Stützarm gestreckt und der Oberkörper aufrecht, während die Beine eng beieinander stehen. Diese Anordnung hilft dabei, die äußere Hüfte zu isolieren, anstatt die Übung in eine allgemeine Seitbeuge zu verwandeln.
Eine gute Ausführung hängt davon ab, dass die Rippen beim Lehnen über dem Becken bleiben. Das Ziel ist es, die Außenseite der Hüfte zu öffnen, insbesondere den Musculus gluteus medius/minimus und den oberen seitlichen Oberschenkelbereich, ohne die Schulter hochzuziehen, den Brustkorb einzusacken oder das Becken gewaltsam zu rotieren. Eine kleine Veränderung der Fußstellung oder des Oberkörperwinkels kann beeinflussen, wo die Dehnung ankommt. Beginnen Sie daher vorsichtig und verfeinern Sie die Position, bevor Sie tiefer gehen.
Atmen Sie langsam ein, um sich vorzubereiten, und atmen Sie dann aus, während Sie sich weiter von der Stütze entfernen, bis Sie einen starken, aber angenehmen Zug spüren. Das Gefühl sollte breitflächig und kontrolliert bleiben, nicht stechend in der Leiste, kneifend an der Vorderseite der Hüfte oder belastend im unteren Rücken. Betrachten Sie dies am besten als Mobilitäts- und Erholungsübung, nicht als Dehnung mit maximaler Anstrengung. Sie eignet sich gut zum Aufwärmen, Abkühlen oder zwischen Sätzen für den Unterkörper, wenn Sie die Beweglichkeit der Hüfte wiederherstellen möchten, ohne sich auf den Boden legen zu müssen.
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Anleitungen
- Stellen Sie sich neben eine stabile Stange oder einen festen Gegenstand und halten Sie sich mit der Hand der Seite fest, die Sie dehnen möchten.
- Halten Sie diesen Arm gestreckt, die Schulter entspannt und die Hand etwa auf Schulterhöhe an der Stange.
- Stellen Sie die Füße eng zusammen oder kreuzen Sie das nicht zu dehnende Bein hinter dem anderen, um die Standfläche zu verengen.
- Richten Sie die Rippen über dem Becken aus, damit der Oberkörper aufrecht bleibt, bevor Sie sich lehnen.
- Schieben Sie die Hüften leicht von der Stütze weg und lassen Sie den Oberkörper in der gleichen Form zur Seite neigen.
- Lehnen Sie sich weiter von der Stange weg, bis Sie spüren, wie sich die äußere Hüfte der gestützten Seite dehnt.
- Halten Sie den Brustkorb weitgehend nach vorne gerichtet und vermeiden Sie es, das Becken aufzudrehen.
- Atmen Sie langsam und halten Sie die Endposition für 15 bis 30 Sekunden, ohne zu wippen.
- Kehren Sie kontrolliert in den Stand zurück, korrigieren Sie Ihre Fußstellung und wiederholen Sie die Übung auf der gegenüberliegenden Seite.
Tipps & Tricks
- Halten Sie den Arm auf der Stützseite gerade genug, um eine saubere Linie zu bilden, aber überstrecken Sie den Ellbogen nicht.
- Wenn die Dehnung in den unteren Rücken ausstrahlt, verringern Sie die Neigung und bringen Sie die Rippen wieder über das Becken.
- Das Überkreuzen der Beine verengt den Stand und verstärkt meist das Gefühl in der äußeren Hüfte, ohne dass mehr Kraft erforderlich ist.
- Ein kurzes Ausatmen bringt oft mehr Bewegungsspielraum, als den Körper mit Gewalt weiter von der Stange wegzuziehen.
- Ziehen Sie die Schulter der Stützseite nicht zum Ohr; lassen Sie den Nacken lang, während Sie sich lehnen.
- Wenn es an der Vorderseite der Hüfte kneift, reduzieren Sie die Seitneigung und lassen Sie die Zehen mehr nach vorne zeigen.
- Verwenden Sie auf beiden Seiten die gleiche Ausgangsposition, damit Sie vergleichen können, welche Hüfte verspannter ist, anstatt zu raten.
- Halten Sie die Dehnung lange genug, damit sich die Hüfte entspannt, aber verlassen Sie die Position, solange sie sich noch geschmeidig anfühlt.
- Ein leichter Zug im äußeren Gesäß und im oberen seitlichen Oberschenkel ist das gewünschte Gefühl.
Häufig gestellte Fragen
Was trainiert die lehnende Abduktorendehnung am meisten?
Sie dehnt primär die äußere Hüfte und den oberen Gesäßmuskel auf der Seite, die sich von der Stütze weglehnt.
Welche Hand sollte die Stange oder den festen Gegenstand halten?
Verwenden Sie die Hand auf der gleichen Seite, die Sie dehnen möchten, damit der Stützarm Ihnen hilft, eine kontrollierte Seitneigung zu erzeugen.
Wie weit sollte ich mich von der Stütze weglehnen?
Nur so weit, dass Sie eine starke, gleichmäßige Dehnung entlang der äußeren Hüfte spüren. Wenn Sie ein Kneifen oder Spannungen im unteren Rücken spüren, gehen Sie etwas zurück.
Warum verwendet die Übung einen engen Stand oder überkreuzte Beine?
Eine schmalere Basis hilft dabei, die Seite der Hüfte zu isolieren und verhindert, dass die Dehnung zu einer allgemeinen Ganzkörper-Seitbeuge wird.
Sollte ich das im unteren Rücken spüren?
Nein. Der Großteil des Gefühls sollte in der äußeren Hüfte, dem Gesäß oder dem oberen seitlichen Oberschenkel bleiben. Reduzieren Sie die Neigung, wenn Ihr Rücken anfängt, die Arbeit zu übernehmen.
Ist dies besser vor oder nach dem Training?
Sie eignet sich sowohl als sanfte Aufwärmdehnung als auch als Mobilitätsübung zum Abkühlen nach dem Unterkörpertraining.
Kann ich dies ohne Stange machen?
Ja. Jede stabile vertikale Stütze, wie ein Rack-Pfosten, eine Türrahmenkante oder ein fester Maschinenrahmen, kann funktionieren.
Wie lange sollte ich jede Seite halten?
Ein Halten von 15 bis 30 Sekunden ist ein praktischer Ausgangspunkt. Wiederholen Sie dies für einige Runden, wenn Sie mehr Mobilitätsarbeit benötigen.

