Vorgebeugtes Langhantelrudern Im Weiten Obergriff
Das vorgebeugte Langhantelrudern im weiten Obergriff ist eine Zugübung mit freien Gewichten, die aus einer Hüftbeuge heraus beginnt und einen Obergriff verwendet, der breiter als schulterbreit ist. Der Aufbau im Bild ist wichtig, da der Oberkörperwinkel, der Handabstand und die Stangenführung beeinflussen, wie viel Spannung auf dem Latissimus und dem oberen Rücken bleibt und wie stark der untere Rücken stabilisieren muss. Wenn die Hüftbeuge fixiert ist und die Stange nah am Körper bleibt, wird dieses Rudern zu einer sauberen Methode, um Rückendichte, Schulterkontrolle und eine kraftvolle Ellbogenbewegung zu trainieren.
Der Hauptfokus liegt auf dem Latissimus, wobei die Rhomboiden, der mittlere Trapezmuskel, die hintere Schulter, der Bizeps und die Unterarmbeuger bei der Zugbewegung unterstützen. Ein breiterer Griff reduziert das Anlegen der Ellbogen, sodass sich die Bewegung meist stärker auf den oberen Rücken konzentriert, während der Latissimus zu Beginn und am Ende jeder Wiederholung dennoch stark belastet wird. Das macht die Übung nützlich für Sportler, die eine Rudervariante suchen, welche die Schulterblattretraktion verstärkt, ohne in ein Schulterzucken oder eine Schwungbewegung auszuarten.
Die Bewegung sollte damit beginnen, dass die Hüften nach hinten geschoben werden, die Knie leicht gebeugt sind, die Wirbelsäule lang ist und die Brust offen bleibt, während die Stange unter den Schultern hängt. Halte von dort aus den Oberkörperwinkel stabil und rudere die Stange in Richtung der unteren Rippen oder des oberen Bauches, indem du die Ellbogen nach hinten und leicht nach außen führst. Die Stange sollte auf dem Weg nach oben nah an den Oberschenkeln und dem Rumpf entlanggleiten und dann kontrolliert zurückkehren, bis die Arme wieder gestreckt sind. Die Atmung ist einfach: Spanne den Rumpf vor dem Zug an, atme während der Anstrengung aus und setze am tiefsten Punkt neu an, ohne dich zwischen den Wiederholungen aufzurichten.
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Anleitungen
- Stelle dich hüftbreit hin und beuge dich so weit nach vorne, bis dein Oberkörper etwa 30-45 Grad über der Parallelen liegt, wobei die Knie leicht gebeugt bleiben.
- Greife die Stange im weiten Obergriff, wobei sich deine Hände etwas außerhalb der Schulterbreite befinden, und lass die Stange mit gestreckten Armen unter deinen Schultern hängen.
- Halte die Wirbelsäule lang, öffne die Brust und halte den Nacken in einer Linie mit dem Oberkörper, anstatt nach oben zu schauen.
- Spanne deinen Rumpf vor der ersten Wiederholung an, damit der Oberkörperwinkel fixiert bleibt, während sich die Arme bewegen.
- Ziehe die Stange in Richtung deiner unteren Rippen oder deines oberen Bauches, indem du die Ellbogen nach hinten und leicht nach außen führst.
- Halte die Stange während der Aufwärtsbewegung nah an deinen Oberschenkeln und deinem Körper und vermeide es, den Zug in ein Schulterzucken zu verwandeln.
- Drücke deinen oberen Rücken am obersten Punkt kurz zusammen, während der Oberkörper ruhig bleibt und die Schultern nicht nach vorne rollen.
- Senke die Stange kontrolliert ab, bis die Arme vollständig gestreckt sind und die Schultern wieder in der Ausgangsposition sind.
- Atme am tiefsten Punkt neu ein und wiederhole den Vorgang für die geplante Anzahl an Wiederholungen, ohne dich zwischen den Sätzen aufzurichten.
Tipps & Tricks
- Ein Griff, der nur etwas breiter als schulterbreit ist, sorgt meist für ausreichend Ellbogenbewegung, ohne den Bewegungsumfang zu stark einzuschränken.
- Wenn die Stange ständig nach vorne abdriftet, verringere das Gewicht und konzentriere dich darauf, sie bei jeder Wiederholung an den Oberschenkeln entlangzuziehen.
- Halte den Beugewinkel fixiert; wenn sich der Oberkörper bei jedem Zug aufrichtet, hat sich der Satz in eine Mischung aus aufrechtem Rudern und Kreuzheben verwandelt.
- Lasse die Ellbogen nach hinten wandern, nicht gerade nach oben, damit der Latissimus und der obere Rücken die Arbeit verrichten, anstatt dass der Trapezmuskel übernimmt.
- Ein ein- bis zweisekündiges Halten am obersten Punkt hilft zu verhindern, dass die Bewegung zu einem Schwungrudern wird.
- Verwende Zughilfen, wenn die Griffkraft den Satz vor dem Rücken beendet, besonders bei Sätzen mit hoher Wiederholungszahl.
- Stoppe die Abwärtsbewegung, bevor die Scheiben deine Schienbeine oder den Boden berühren, falls dies dazu führen würde, dass du deine Oberkörperposition verlierst.
- Wenn dein unterer Rücken den Satz stärker spürt als dein Latissimus, verkürze den Bewegungsumfang leicht und reduziere das Gewicht, bis die Hüftbeuge stabil bleibt.
Häufig gestellte Fragen
Welche Muskeln werden beim vorgebeugten Langhantelrudern im weiten Obergriff am stärksten beansprucht?
Der Latissimus ist das primäre Ziel, wobei die Rhomboiden, der mittlere Trapezmuskel, die hintere Schulter, der Bizeps und die Unterarmbeuger während des Zugs unterstützen.
Warum sollte man einen weiten Obergriff anstelle eines engen Griffs verwenden?
Ein breiterer Griff verlagert die Arbeit meist stärker auf den oberen Rücken und die hintere Schulter, während der Latissimus weiterhin belastet wird, und verhindert, dass die Ellbogen zu eng am Körper anliegen.
Wie tief sollte die Stange bei jeder Wiederholung geführt werden?
Ziele bei dieser Version auf die unteren Rippen oder den oberen Bauch ab. Wenn die Stange in Richtung Brust oder Hals wandert, ist die Zugbahn zu hoch.
Sollte mein Oberkörper die ganze Zeit fixiert bleiben?
Ja. Die Hüftbeuge sollte von der ersten bis zur letzten Wiederholung nahezu gleich bleiben, wobei sich nur die Arme und Schultern bewegen.
Ist diese Übung für Anfänger geeignet?
Ja, wenn das Gewicht leicht ist und die Hüftbeuge zuerst geübt wird. Anfänger sollten sich darauf konzentrieren, die Rückenposition stabil zu halten, bevor sie Gewicht hinzufügen.
Warum bereitet dieses Rudern manchmal Probleme im unteren Rücken?
Das passiert meist, wenn das Gewicht zu schwer ist oder der Oberkörper ständig auf und ab wippt, anstatt in einem Winkel fixiert zu bleiben.
Kann ich bei diesem Rudern Zughilfen verwenden?
Ja. Zughilfen sind nützlich, wenn deine Griffkraft vor deiner Rückenmuskulatur nachlässt, besonders bei Sätzen mit vielen Wiederholungen.
Was ist der häufigste Fehler bei der Ausführung?
Der größte Fehler besteht darin, das Rudern in einen schwungvollen Zug zu verwandeln, wodurch die Spannung vom Latissimus und dem oberen Rücken genommen wird.

