Kettlebell-Liegestütz
Der Kettlebell-Liegestütz ist eine Liegestütz-Variante, bei der die Hände nicht flach auf dem Boden, sondern auf den Griffen von Kettlebells ruhen. Diese neutrale Handposition kann sich angenehmer für die Handgelenke anfühlen und zwingt gleichzeitig Schultern, Brust, Trizeps und Rumpf dazu, etwas härter zu arbeiten, um die Kettlebells stabil zu halten. Die Übung sieht einfach aus, aber die Kettlebells sorgen für so viel Instabilität, dass jede Wiederholung von einer sauberen Körperspannung und gleichmäßigem Druck durch beide Hände abhängt.
Der Haupteffekt des Trainings liegt in der Druckkraft bei zusätzlicher Stabilisierung. Brust und Trizeps treiben die Bewegung an, während die vordere Schulter, der vordere Sägemuskel und die Rumpfmuskulatur verhindern, dass der Oberkörper durchhängt, sich verdreht oder nach vorne driftet. Da die Hände höher als auf dem Boden liegen, ist der Bewegungsumfang etwas größer als bei einem Standard-Liegestütz, sodass die untere Position eine stärkere Dehnung ermöglicht, wenn die Schultern kontrolliert bleiben.
Der Aufbau ist genauso wichtig wie das Drücken selbst. Platziere die Kettlebells auf einer ebenen Fläche, sodass die Griffe parallel und etwas weiter als schulterbreit auseinander stehen. Greife dann die Griffe so, dass deine Handgelenke in einer neutralen Linie übereinander stehen. Eine feste High-Plank-Position macht die Wiederholung sauberer: Rippen nach unten, Gesäß fest, Beine lang und Kopf in einer Linie mit der Wirbelsäule. Wenn die Kettlebells zu nah beieinander oder ungleichmäßig platziert sind, wird der Satz eher zu einer Balance-Übung als zu einer Druckübung.
Senke dich bei jeder Wiederholung kontrolliert ab, bis deine Brust die Linie zwischen den Kettlebells erreicht, drücke dann den Boden durch die Griffe weg und kehre in eine Plank mit gestreckten Armen zurück. Halte deine Ellbogen in einem angenehmen Winkel, anstatt sie stark zur Seite auszustellen, und lass die Schulterblätter sich natürlich bewegen, ohne zwischen den Händen einzusinken. Die Atmung sollte gleichmäßig bleiben: kontrolliertes Einatmen beim Absenken und kräftiges Ausatmen beim Hochdrücken.
Der Kettlebell-Liegestütz eignet sich gut als Ergänzungsübung für das Oberkörper-Krafttraining, eine brustfokussierte Einheit oder einen Rumpf- und Druck-Zirkel. Er ist besonders nützlich, wenn du ein Druckmuster suchst, das gleichzeitig die Handgelenke schont, die Schulterkontrolle verbessert und die Anti-Rotationskraft fordert. Anfänger können die Übung nutzen, wenn sie eine solide Plank halten können, aber der Satz sollte beendet werden, sobald die Hüfte durchhängt, die Kettlebells wackeln oder eine Seite anfängt, stärker zu drücken als die andere.
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Anleitungen
- Platziere zwei Kettlebells auf einem ebenen Boden, die Griffe parallel und etwas weiter als schulterbreit.
- Greife die Griffe und wandere mit den Füßen zurück in eine High-Plank-Position, wobei deine Schultern über den Kettlebells gestapelt sind.
- Stelle deine Füße hüftbreit auf, spanne dein Gesäß an und ziehe die Rippen nach unten, sodass dein Körper eine gerade Linie bildet.
- Halte den Nacken lang und den Blick leicht vor den Kettlebells, bevor du mit der ersten Wiederholung beginnst.
- Senke deine Brust zwischen die Kettlebells ab, indem du deine Ellbogen in einem Winkel von etwa 30 bis 45 Grad zu deinem Körper beugst.
- Gehe so tief, bis deine Brust knapp über den Griffen ist oder so tief du kannst, ohne die gerade Linie des Oberkörpers zu verlieren.
- Drücke gleichmäßig durch beide Griffe und atme aus, während du dich zurück in eine starke Plank drückst.
- Richte deine Schultern neu aus und halte die Kettlebells stabil, bevor du die nächste Wiederholung beginnst.
- Stelle die Kettlebells ab oder beende den Satz, sobald deine Hüfte, Ellbogen oder Schulterposition anfangen nachzugeben.
Tipps & Tricks
- Platziere die Kettlebells so, dass deine Unterarme in der tiefsten Position vertikal bleiben; wenn sie zu weit auseinander stehen, driften deine Schultern nach vorne.
- Drücke beide Handflächen gleichmäßig gegen die Griffe, damit eine Kettlebell nicht kippt oder mehr Last aufnimmt als die andere.
- Denke beim Absenken daran, die Rippen vom Boden weg zu ziehen, um ein Durchhängen des unteren Rückens zu verhindern.
- Wenn sich deine Handgelenke auf Kettlebells besser anfühlen als auf dem Boden, halte die Griffe mittig in deinen Handflächen und lass die Hände nicht nach innen einknicken.
- Eine langsame Absenkphase (drei Sekunden) macht die Instabilität nützlicher und verhindert, dass die Brust unten abfedert.
- Lasse die Ellbogen in einem natürlichen, flachen Winkel führen; ein starkes Ausstellen verlagert die Belastung meist auf die Schultern.
- Nutze einen kleineren Bewegungsumfang, wenn du die Körperspannung verlierst, bevor deine Brust die Kettlebells erreicht.
- Wenn die Kettlebells wackeln, reduziere das Gewicht oder wähle eine höhere Handposition, bevor du mehr Wiederholungen anstrebst.
Häufig gestellte Fragen
Welche Muskeln trainiert der Kettlebell-Liegestütz?
Er trainiert hauptsächlich die Brust und den Trizeps, wobei die vordere Schulter und der Rumpf hart arbeiten müssen, um den Körper zwischen den Kettlebells stabil zu halten.
Warum bleiben die Hände auf den Kettlebells statt auf dem Boden?
Die Griffe halten deine Handgelenke in einer neutralen Position und lassen deine Brust etwas tiefer zwischen die Kettlebells sinken, was die Anforderungen an Druckkraft und Kontrolle erhöht.
Wie weit sollten die Kettlebells aufgestellt werden?
Platziere sie etwas weiter als schulterbreit, damit deine Unterarme relativ vertikal bleiben und deine Schultern nicht zu weit nach vorne driften.
Ist der Kettlebell-Liegestütz schonender für die Handgelenke?
Normalerweise ja, da der neutrale Griff die Überstreckung des Handgelenks im Vergleich zum Liegestütz mit flachen Händen reduziert.
Können Anfänger diese Variante nutzen?
Ja, wenn sie eine starke Plank halten und sich kontrolliert absenken können. Beginne mit leichteren Kettlebells oder einer erhöhten Position, falls sich die untere Position instabil anfühlt.
Was ist, wenn die Kettlebells während der Wiederholung wackeln?
Das bedeutet meist, dass deine Hände ungleichmäßig belastet sind oder dein Oberkörper zur Seite driftet. Richte die Kettlebells neu aus, verkürze den Satz oder wähle eine stabilere Variante.
Wie tief sollte ich beim Kettlebell-Liegestütz gehen?
Senke dich ab, bis deine Brust knapp über den Griffen ist oder bis dein Oberkörper seine gerade Linie zu verlieren beginnt. Die Tiefe sollte durch Kontrolle entstehen, nicht durch ein Fallenlassen in die untere Position.
Wie kann ich den Kettlebell-Liegestütz schwieriger machen?
Verlangsame die Absenkphase, halte kurz in der tiefsten Position inne oder erhöhe deine Füße, sobald du die Kettlebells perfekt stabil halten kannst.

