Handgelenk-Liegestütz
Der Handgelenk-Liegestütz ist eine Übung mit dem eigenen Körpergewicht zur Kräftigung von Handgelenken und Unterarmen. Sie basiert auf einem Liegestütz-Muster, bei dem die Hände in einer deutlich anspruchsvolleren Position als bei einem normalen Liegestütz auf dem Boden platziert werden. Betrachte die Übung nicht als Brusttraining, sondern als gezieltes Handgelenk-Training, bei dem die Unterarme, Handgelenksbeuger, Handgelenksstrecker und Handstabilisatoren den Körper während der gesamten Wiederholung stützen und kontrollieren müssen.
Die Übung ist wichtig, weil die Handgelenke zwei Aufgaben gleichzeitig erfüllen: Sie müssen die Handposition auf dem Boden halten, während sich die Ellbogen beugen und strecken, und sie müssen die Gewichtsverlagerung beim Absenken und Hochdrücken abfedern. Deshalb ist die Ausgangsposition entscheidend. Eine kleine Änderung des Handwinkels, der Standbreite oder der Festigkeit des Untergrunds kann den Unterschied zwischen sauberer Spannung und sofortiger Überlastung der Handgelenke oder Ellbogen ausmachen.
Das Bild zeigt eine klassische Liegestütz-Körperlinie, bei der die Last in einer umgekehrten Handgelenksposition über die Hände getragen wird. Das bedeutet, die Bewegung sollte strikt und kontrolliert ausgeführt werden. Halte die Schultern so stabil, dass du das Absenken kontrollieren kannst, verhindere ein Durchhängen oder ein Anheben des Beckens und senke dich nur so weit ab, wie du den Druck über die Hände aufrechterhalten kannst, ohne dass die Handgelenke einknicken. Dies ist eine Präzisionsübung, kein Geschwindigkeitstest.
Der Handgelenk-Liegestütz wird meist als Ergänzungs-, Prehab- oder fortgeschrittene Kraftübung für Athleten eingesetzt, die stärkere Handgelenke für Calisthenics, Kampfsport, Turnen oder bodenbasierte Druckübungen benötigen. Er ist kein Brustaufbau-Training für Anfänger und sollte nicht bei stechenden Schmerzen erzwungen werden. Verwende Polster, verkürze den Bewegungsumfang oder weiche auf eine Version an der Wand oder auf den Knien aus, falls die Handgelenke noch nicht für die volle Belastung mit dem Körpergewicht bereit sind.
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Anleitungen
- Lege eine Matte oder ein gefaltetes Handtuch auf den Boden und begib dich in eine hohe Plankenposition, wobei sich deine Hände unter deinen Schultern befinden und die Handrücken oder Handgelenke auf der Unterlage aufliegen.
- Drehe deine Finger so weit nach innen, dass die Handgelenke stabil bleiben und die Handflächen nicht wie bei einem normalen Liegestütz die Last tragen.
- Stelle deine Füße hüftbreit auf, spanne dein Gesäß an und bilde eine gerade Linie vom Kopf bis zu den Fersen, bevor die erste Wiederholung beginnt.
- Senke deine Brust in Richtung Boden ab, indem du die Ellbogen beugst, während du den Druck zentriert über die Hände und die Kontaktpunkte der Knöchel/Handgelenke hältst.
- Stoppe das Absenken, bevor die Handgelenke nach innen einknicken oder die Schultern zu weit über die Hände hinausragen.
- Drücke dich vom Boden weg und kehre in die Ausgangsposition zurück, indem du die Ellbogen streckst und die Unterarme während des gesamten Drückens aktiv hältst.
- Halte die obere Position kurz mit angespanntem Körper, dann beginne die nächste Wiederholung ohne Schwung.
- Atme beim Absenken ein und atme aus, während du dich zurück in die Ausgangsposition drückst.
Tipps & Tricks
- Verwende eine weiche Matte, ein gefaltetes Handtuch oder eine Yogamatte, damit die Handrücken oder Knöchel auf hartem Boden nicht den vollen Aufprall abbekommen.
- Halte die Finger genau so angeordnet, wie es die Übung vorgibt; wenn eine Hand weiter nach außen zeigt als die andere, fühlen sich die Handgelenke ungleichmäßig belastet an und die Wiederholung wird meist unsauber.
- Begrenze den Bewegungsumfang, bevor sich die Handgelenke eingeklemmt anfühlen oder die Handflächen beginnen, sich vom Boden abzuheben.
- Achte darauf, dass die Ellbogen in einem natürlichen Winkel bleiben, anstatt sie stark nach außen zu spreizen, da dies die Last von den Handgelenken auf die Schultern verlagert.
- Bewege dich langsam genug, um den Druck in den Unterarmen sowohl in der Absenk- als auch in der Druckphase spüren zu können.
- Wenn die obere Position eine starke Dehnung verursacht, wähle einen kleineren Bewegungsumfang und baue die Toleranz schrittweise über mehrere Einheiten auf.
- Verhindere, dass sich der Brustkorb nach oben wölbt; sobald der Oberkörper durchhängt, werden die Handgelenke meist stärker belastet.
- Betrachte Schmerzen im Handgelenk als Stoppsignal und nicht als Aufforderung, für weitere Wiederholungen durchzuhalten.
Häufig gestellte Fragen
Welchen Muskel trainiert der Handgelenk-Liegestütz am meisten?
Die Unterarme sind das primäre Ziel, wobei die Handgelenksbeuger und -strecker den Großteil der Stabilisierungsarbeit leisten.
Können Anfänger diese Übung ausführen?
Die meisten Anfänger sollten zunächst mit einer einfacheren Variante an der Wand oder auf den Knien beginnen, da die Handgelenksposition auch ohne zusätzliches Gewicht anspruchsvoll sein kann.
Sollten meine Hände flach bleiben wie bei einem normalen Liegestütz?
Nein. Die Hände werden in der bei der Übung gezeigten umgekehrten Handgelenksposition platziert, sodass die Handgelenke und Unterarme den Körper stützen müssen, anstatt dass die Handflächen die gesamte Arbeit übernehmen.
Wie tief sollte ich mich bei jeder Wiederholung absenken?
Senke dich nur so weit ab, wie du den Druck über die Hände und Handgelenke aufrechterhalten kannst, ohne die Kontaktpunkte zu knicken oder zu verdrehen.
Warum benötigen die Handgelenke eine Polsterung?
Die Polsterung reduziert die Belastung durch den Bodenkontakt und hilft den Händen, die umgekehrte Position lange genug zu halten, um die Unterarme sauber zu trainieren.
Was sind die häufigsten Fehler?
Die größten Probleme sind ein durchhängender Oberkörper, ein zu schnelles und zu tiefes Absenken sowie das Erzwingen des Handgelenkwinkels, bevor das Gelenk bereit dafür ist.
Was ist ein guter Ersatz, wenn meine Handgelenke die Übung nicht vertragen?
Verwende eine Version an der Wand, eine kniegestützte Version oder einen Standard-Liegestütz auf Griffen, bis die Handgelenke die umgekehrte Position bewältigen können.
Wie sollte ich bei jeder Wiederholung atmen?
Atme beim Absenken ein und beim Hochdrücken wieder aus, damit der Rumpf stabil bleibt und die Wiederholung kontrolliert ausgeführt wird.

