Froschsprung
Der Froschsprung ist eine plyometrische Bodyweight-Übung, die aus einer tiefen Hocke beginnt, wobei beide Handflächen zwischen oder direkt vor den Füßen auf dem Boden stehen, und dann explosiv nach vorne in einen Sprung explodiert, der wieder in derselben kompakten Position landet. Weil die Knie vollständig gebeugt sind und dein Schwerpunkt tief zwischen den Beinen liegt, wird jeder Sprung fast ausschließlich aus Oberschenkeln und Hüften erzeugt statt aus einem Ausholen aus dem Stand. Das Ergebnis ist ein kurzer, dichter Kraftstoß für Quadrizeps, Gesäß und Waden, während der Rumpf hart arbeiten muss, damit du nicht nach vorne auf die Hände kippst.
Diese Bewegung eignet sich für alle, die Beinkraft ohne Equipment oder viel Platz aufbauen wollen. Sprinter, Kampfkünstler, Ringer und Feldsportler nutzen Froschhüpfer seit Jahrzehnten, weil die tiefen Kniepositionen genau den Winkeln entsprechen, die du beim Beschleunigen, Richtungswechsel oder vom Boden Aufstehen brauchst. Sie ist auch eine praktische Wahl für das Training zu Hause, denn zwei Meter freie Strecke reichen völlig aus.
Die Ausgangsposition ist es, die den Froschsprung von einem gewöhnlichen Kniebeugensprung unterscheidet. Mit flachen, breiten Füßen, Knien, die über die Ellenbogen hinaus nach außen gedrückt werden, und Händen am Boden nimmst du jede Hilfe durch ein Ausholen aus dem Stand weg. Die Beine müssen die Kraft aus dem Stillstand in einer mechanisch ungünstigen Position erzeugen – genau deshalb werden Quadrizeps und Gesäß so gründlich gefordert. Brust raus und das Gewicht über den ganzen Fuß verteilt – nicht auf die Fingerspitzen einstürzen – hält die Last dort, wo sie hingehört: auf den Beinen.
Bei der Ausführung kommt es auf Rhythmus und Landequalität an. Jeder Hüpfer sollte kurz und kontrolliert sein: Drücke den Boden über die Fußballen weg, streck die Hüften in der Luft vollständig durch und fang die Landung auf, indem du direkt zurück in die Hocke sinkst, wobei die Knie über die Zehen bleiben. Kurze, leise Landungen sind das Ziel. Wenn du dumpf aufkommst oder nach vorne stolperst, ist der Satz vorbei.
Behandle den Froschsprung anfangs als Kraftübung und nicht als Konditionsqualerei. Zwei bis vier Sätze mit fünf bis zehn Hüpfern und vollständiger Erholung dazwischen bringen dir für deine Sprungkraft mehr als lange, schlampige Sätze. Da Knie und Hüften in ihren tiefsten Winkeln unter Geschwindigkeit arbeiten, wärme dich gründlich auf und lasse die Bewegung komplett weg, wenn tiefe Kniebeugen beim Springen aktuell Beschwerden verursachen.
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Anleitungen
- Stelle dich etwa schulterbreit oder leicht breiter hin, drehe die Zehen ein wenig nach außen und lasse dich in eine vollständige Hocke sinken, wobei die Fersen so nah am Boden bleiben, wie es deine Beweglichkeit erlaubt.
- Lege beide Handflächen flach zwischen deine Füße, die Ellenbogen innerhalb der Knie, und drücke die Knie sanft nach außen, sodass sie über die Zehen laufen.
- Verlagere dein Gewicht auf den ganzen Fuß und die Fußballen, mit nur leichtem Kontakt der Fingerspitzen – die Hände dienen dem Gleichgewicht, nicht der Abstützung.
- Hebe die Brust an und spanne den Rumpf an, sodass dein Rücken lang bleibt statt sich über den Knien zu runden.
- Drücke die Hände leicht in den Boden und stich kräftig durch die Beine, um kurz nach vorne zu hüpfen, wobei du Hüften und Knie in der Luft vollständig streckst.
- Land auf den Fußballen mit weichen Knien und lass die Hände zurück zum Boden, um dein Gleichgewicht zu fangen, während du zurück in die tiefe Hocke sinkst.
- Richte deine Fußposition neu aus, atme ein und wiederhole den Sprung für die geplante Wiederholungszahl, wobei du gleichmäßig nach vorne über den verfügbaren Platz arbeitest.
- Atme bei jedem Sprung kräftig aus und atme während der kurzen Pause zwischen den Hüpfern ein.
- Nach der letzten Wiederholung stehst du langsam aus der Hocke auf, statt daraus zu springen, und gönnst Quadrizeps und Waden einen Moment Pause vor dem nächsten Satz.
Tipps & Tricks
- Wenn die Fersen in der unteren Position vom Boden abheben, vergrößere deinen Stand leicht und drehe die Zehen weiter nach außen – eine erzwungene enge Hocke rundet meist den unteren Rücken und verlagert die Belastung weg von den Beinen.
- Halte die Sprungdistanz kurz. Weite Sprünge zwingen dich dazu, bei der Landung mit den Füßen zu greifen, was die Knie nach innen drückt und Kraft in die Gelenke statt in die Muskeln leitet.
- Fingerspitzen, die über den Boden schleifen, sind ein Zeichen, dass dein Gewicht zu weit nach vorne verlagert ist. Zieh die Hüften einen Zentimeter zurück und starte mit mehr Last über dem Mittelfuß neu.
- Ziele auf leise Landungen. Eine laute, schwere Landung bedeutet, dass du mit blockierten Gelenken abfängst statt mit Knien und Hüften in die Hocke zu sinken.
- Lass die Knie nicht bei der Belastung des Sprungs nach innen einknicken – drücke sie über die kleinen Zehen hinaus, besonders im Moment des Absprungs.
- Wenn die Handgelenke Probleme machen, drücke über den Handballen und halte die Arme fast durchgestreckt, statt dich zum Abstoßen stark im Handgelenk zu beugen.
- Beende den Satz, sobald deine Landung schlampig wird. Diese Übung trainiert saubere, kraftvolle Wiederholungen; Durchbeißen bei Ermüdung lehrt schlechte Landemechanik.
- Wärme dich mit Körpergewichts-Kniebeugen und ein paar langsamen, submaximalen Froschhüpfern auf, bevor du mit voller Kraft springst.
- Prüfe auf weichen oder rutschigen Untergründen zuerst deinen Stand – Absprung und Landung verlangen beide verlässlichen Halt unter den Füßen.
Häufig gestellte Fragen
Welche Muskeln trainiert der Froschsprung?
Der Froschsprung zielt vor allem auf Quadrizeps und Gesäß, die den Antrieb aus der tiefen Hocke erzeugen. Die Waden unterstützen beim Absprung, während Rumpf und Hüftbeuger deinen Torso stabilisieren und die Landung kontrollieren.
Warum müssen die Hände für den Froschsprung am Boden sein?
Die Hände geben dir eine Gleichgewichtsreferenz und ermöglichen es, in den Absprung zu lehnen, aber sie sollten nur leichten Druck aufnehmen. Wenn du dich stark von den Händen abstößt, hört die Übung auf, ein Beintraining zu sein.
Ist der Froschsprung für Anfänger geeignet?
Ja, wenn du tief in die Hocke gehen kannst, ohne dass die Fersen abheben, und weich landen kannst. Anfänger sollten kleine, niedrige Hüpfer und wenige Wiederholungen nutzen, bis das Landemuster automatisch abläuft.
Meine Knie knicken beim Froschsprung nach innen ein – wie behebe ich das?
Drücke die Knie in der Hocke bewusst über die Zehen hinaus nach außen und halte diesen Druck beim Absprung. Eine kürzere Sprungdistanz und ein langsamerer Rhythmus helfen ebenfalls, die Ausrichtung zu kontrollieren.
Womit kann ich den Froschsprung ersetzen, wenn tiefe Kniebeugen beim Springen meine Knie belasten?
Normale Kniebeugensprünge aus einer teilweisen Hocke, Box-Sprünge oder Weitsprünge aus dem Stand trainieren ähnliche Schnellkraft mit weniger Kniebeugung. Steigere den Bewegungsumfang allmählich, bevor du zur vollen Hockenposition zurückkehrst.
Worin unterscheidet sich der Froschsprung von einem normalen Kniebeugensprung?
Ein Kniebeugensprung nutzt ein Ausholen aus dem Stand, während der Froschsprung aus dem Stillstand in einer tiefen Hocke mit Händen am Boden startet. Diese Startposition nimmt den Schwung weg, sodass die Beine die gesamte Kraft aus dem unteren Bereich erzeugen müssen.
Wie viele Wiederholungen und Sätze vom Froschsprung sollte ich machen?
Für Schnellkraft arbeite im Bereich von fünf bis zehn Hüpfern pro Satz bei zwei bis vier Sätzen, mit vollständiger Erholung zwischen den Sätzen. Die Qualität jeder Landung zählt deutlich mehr als das Gesamtvolumen.
Sollen meine Fersen beim Froschsprung unten bleiben?
Die Fersen sollten in der Starthocke am Boden oder nahe daran sein und sich dann beim Durchstrecken in den Sprung natürlich anheben. Wenn die Fersen schweben, bevor du überhaupt springst, vergrößere deinen Stand und arbeite an deiner Sprunggelenksbeweglichkeit.
Ist es sicher, den Froschsprung auf Beton zu machen?
Wiederholtes Landen auf sehr harten Oberflächen belastet Knie und Sprunggelenke zusätzlich. Eine Matte, Gras oder ein federnder Hallenboden sind die bessere Wahl, besonders wenn du die Wiederholungen oder die Sprunghöhe steigerst.
Warum falle ich bei der Landung des Froschsprungs immer nach vorne?
Das passiert meist, wenn dein Gewicht über die Hände wandert oder dein Sprung zu lang ist. Halte die Hüften in der Hocke über den Fersen und verkürze den Sprung, bis du jedes Mal im Gleichgewicht landen kannst.
