Body Up
Der Body Up ist ein Pressen aus dem Unterarmstütz in den Handstütz: Du beginnst im Unterarmstütz und drückst dich Seite für Seite in den geradarmigen hohen Stütz, um dich danach wieder abzusenken. Er sieht einfach aus, aber den gesamten Körper aus der Unterarmposition vom Boden wegzudrücken verlangt echte Trizepskraft, kräftige vordere Schultern und einen Rumpf, der sich nicht verdrehen lässt. Weil sich deine Stützfläche ständig zwischen Ellbogen und Händen verschiebt, fordert er die tiefen Rumpfstabilisatoren deutlich stärker als ein statischer Unterarmstütz es je könnte.
Diese Übung verdient sich ihren Platz in nahezu jedem Trainingsplan. Calisthenics-Athleten nutzen sie als Zwischenschritt Richtung geradarmiger Kraftarbeit, Freizeithübner bauen damit Presskraft aus einem ungewöhnlichen Winkel auf, und alle, die viel sitzen, profitieren von der Schulterstabilität und der Antiroationsanforderung, die sie erzeugt. Sie ist auch eine der besten Brückenübungen für alle, die auf richtige Liegestütze hinarbeiten, denn sie trainiert genau den Lockout-Teil des Drückens, der meist als Erstes versagt.
Die Ausgangsposition ist wichtiger, als die meisten erwarten. Deine Ellbogen sollten direkt unter den Schultern stehen, die Füße etwa hüftbreit auseinander, und dein Körper sollte eine gerade Linie von Kopf bis Fersen bilden, bevor du drückst. Wenn die Hüften durchhängen oder anheben, drückst du aus einer kompromittierten Position und verlierst den Rumpfnutzen komplett. Eine Matte unter den Unterarmen macht die Übung deutlich angenehmer für die Ellbogen.
Zur Ausführung: Platziere deine linke Hand dort, wo dein linker Ellbogen stand, drücke über den Handballen, dann setze sofort die rechte Hand und drücke nach oben. Lass dich in umgekehrter Reihenfolge wieder absenken, erst ein Unterarm, dann der andere. Die Hüften wollen bei jedem Wechsel seitlich ausschwenken — halte sie fest, indem du die Gesäßmuskulatur anspannst und die Bauchmuskeln so anspannst, als würdest du einen leichten Schlag auffangen.
Rechne damit, dass Trizeps und vordere Schultern die sichtbar meiste Arbeit leisten, während Bauch und schräge Bauchmuskeln im Hintergrund dafür sorgen, dass dein Oberkörper flach zum Boden bleibt. Beginne mit 6-8 Wiederholungen pro Seite und priorisiere ein gerades Becken vor Tempo. Sind volle Wiederholungen zu schwer, geh zwischen den Wechseln auf die Knie; sind sie zu leicht, mach es langsamer oder trag eine gewichtete Weste.
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Anleitungen
- Lege eine Trainingsmatte auf den Boden und geh in den Unterarmstütz: Ellbogen direkt unter den Schultern, Unterarme parallel oder leicht nach innen gedreht, Füße etwa hüftbreit auseinander.
- Zieh die Schulterblätter Richtung Rücken, spanne das Gesäß an und stütze die Bauchmuskeln an, sodass dein Körper eine gerade Linie von Kopf bis Fersen bildet.
- Verlagere dein Gewicht leicht auf die linke Seite und setze den linken Handballen flach auf den Boden, genau dort, wo der linke Ellbogen stand, mit den Fingern nach vorn.
- Drücke über den linken Handballen und setze die rechte Hand in derselben Position unter der rechten Schulter, sodass du im hohen Stütz mit gestreckten Armen landest.
- Halte die Hüften während der gesamten Bewegung flach zum Boden — lass sie beim Hochdrücken weder rotieren noch anheben.
- Oben halt kurz inne, mit durchgestreckten Armen, von den Schultern weg vom Boden gedrückt und nach unten gezogenen Rippen.
- Kehr die Bewegung um, indem du zuerst den linken Unterarm wieder absetzt, dann den rechten, und kehr in den Ausgangs-Unterarmstütz zurück, ohne dass die Hüften durchhängen.
- Atme aus, wenn du auf die Hände hochdrückst, und atme ein, wenn du dich wieder auf die Unterarme absenkst.
- Absolviere die gewünschten Wiederholungen mit führender Hand und wechsle im nächsten Satz die führende Seite, damit beide Seiten gleichmäßig arbeiten.
- Spanne den Rumpf unten bei jeder Wiederholung neu an, bevor du den nächsten Wechsel startest, statt die Wiederholungen übereinander zu hetzen.
Tipps & Tricks
- Wenn deine Hüften bei jeder Wiederholung seitlich wackeln, stelle die Füße schulterbreit oder weiter auseinander — die breitere Basis gibt dir mehr Stabilität und lässt dich dich auf ein sauberes Drücken konzentrieren.
- Ein häufiger Fehler ist, die Hand zu weit nach vorn zu setzen statt genau dort, wo der Ellbogen stand. Dadurch wird das Drücken zumsimpelster Schwung und die Trizepsarbeit verkürzt. Kontrolliere die Handposition vor jeder Wiederholung.
- Lass die Schulter beim Drücken nicht Richtung Boden einfallen — denk daran, den Boden oben von dir wegzuschieben, damit sich das Schulterblatt um den Brustkorb bewegt statt herauszuflügeln.
- Wenn deine Handgelenke oben Probleme machen, greif ein Paar Hexdumbbell- oder Liegestützgriffe, um die Handgelenke neutral zu halten.
- Immer mit derselben Hand zu führen baut eine Ungleichheit zwischen den Seiten auf. Wechsle die führende Arm von Wiederholung zu Wiederholung oder von Satz zu Satz.
- Die häufigste Schwachstelle sind die Hüften, die beim Absenken auf die Unterarme durchhängen — filme dich einmal von der Seite, um zu sehen, ob deine Linie auf dem Weg nach unten bricht.
- Mach die Absenkphase bewusst langsam. Die meisten hetzen die Abwärtsphase, obwohl genau dort Bauch und Trizeps den besten Reiz bekommen.
- Halte den Nacken lang, indem du auf einen Punkt auf dem Boden leicht vor deinen Händen schaust, statt den Kopf zu heben, um oben nachzuschauen.
- Wenn du keine vollen Wiederholungen schaffst, führe sie aus den Knien aus oder erhöhe die Hände auf einer niedrigen Bank, um die Last zu reduzieren und das Bewegungsmuster zu erhalten.
Häufig gestellte Fragen
Welche Muskeln trainiert der Body Up?
Trizeps und vordere Schultern führen das Drücken aus, während Bauch, schräge Bauchmuskeln und tiefe Rumpfstabilisatoren dafür sorgen, dass dein Oberkörper beim Wechsel zwischen Ellbogen und Händen stabil bleibt. Die Brustmuskulatur hilft beim Drücken mit.
Ist der Body Up dasselbe wie ein Plank Up-Down?
Ja, beide Namen beschreiben dieselbe Bewegung: aus dem Unterarmstütz Hand für Hand in den hohen Stütz drücken und danach wieder absenken.
Kann ein Anfänger den Body Up machen?
Ja, aber beginne aus den Knien oder erhöhe die Hände auf einer stabilen Bank, damit das Drücken leichter wird. Sobald du die Hüften über 8 kontrollierte Wiederholungen pro Seite gerade halten kannst, geh zur vollen Version über.
Warum schwingen meine Hüften beim Body Up?
Die Hüften rotieren, weil du deinen Körperschwerpunkt über eine schmale, sich verschiebende Basis anhebst. Stelle die Füße breiter, spanne das Gesäß stärker an und mach den Wechsel zwischen den Armen langsamer, bis das Schwanken verschwindet.
Wie unterscheidet sich der Body Up von einem normalen Liegestütz?
Beim Liegestütz bleiben beide Hände fixiert und dein ganzer Körper bewegt sich auf und ab. Beim Body Up wechselst du von den Unterarmen auf die Hände, eine Seite nach der anderen, was eine starke Antiroationsanforderung an den Rumpf stellt und den Trizeps über einen längeren Lockout belastet.
Wie viele Wiederholungen und Sätze sollte ich machen?
Für Kraft und Kontrolle funktionieren 3-4 Sätze mit 6-10 Wiederholungen pro Seite und langsamem Tempo gut. Wenn du es als Rumpf-Conditioning nutzt, sind höhere Sätze mit 12-20 Wechseln gesamt und kurzen Pausen effektiv.
Meine Handgelenke oben beim Body Up schmerzen — was soll ich tun?
Nutze Liegestützgriffe oder Hexdumbbells, damit du greifen kannst, statt die Handgelenke flach auf den Boden zu beugen. Prüfe auch, ob deine Hände direkt unter den Schultern stehen statt nach vorn zu wandern.
Kann ich den Body Up jeden Tag machen?
Leichtes Üben mit wenigen Wiederholungen ist in der Regel unproblematisch, da die Last nur dein Körpergewicht ist, aber behandle harte Sätze wie jedes andere Drücken und lege einen Tag Pause zwischen anstrengenden Einheiten ein.
Was kann ich nehmen, wenn der Body Up zu schwer ist?
Knieversionen desselben Wechsels, Body Ups in Schräglage mit den Händen auf einer Bank oder statische Unterarmstütze mit Schulter-Taps trainieren alle dasselbe Muster mit weniger Last.
Sollte ich die führende Arm wechseln?
Ja. Weil der erste Arm die meiste Pressarbeit leistet, kann das ständige Führen mit derselben Seite über die Zeit eine spürbare Kraftungleichheit erzeugen. Wechsle die Seite bei jedem Satz oder von Wiederholung zu Wiederholung.
