Fersenkick Mit Armen Über Kopf
Der Fersenkick mit Armen über Kopf ist eine dynamische Körpergewichts-Übung, bei der du auf der Stelle läufst, während du die Fersen Richtung Gesäß hochkickst – mit beiden Armen die gesamte Zeit über gestreckt über dem Kopf. Im Gegensatz zum klassischen Fersenkick, bei dem die Arme natürlich seitlich mitschwingen, verändert das Hochhalten der Hände die gesamte Anforderung der Bewegung: Deine Schultern, deine Körpermitte und deine Rumpfstabilisatoren müssen Überstunden leisten, um dich aufrecht zu halten, während die Beine unter dir schnell kreisen. Das Ergebnis ist eine täuschend einfache Übung, die gleichzeitig als Aufwärmen und als leichtes Konditionierungstraining dient.
Diese Bewegung ist besonders nützlich als Teil eines allgemeinen Aufwärmens vor Lauf-, Kraft- oder Sporteinheiten. Der Fersenschlag Richtung Gesäß dehnt und wärmt die Quadrizeps aktiv über den Bewegungsumfang, während die schnellen Fußkontakte die Waden, Knöchel und Hüften auf intensivere Arbeit vorbereiten. Da die Arme über Kopf bleiben, öffnet die Übung zudem die Schulterlinie und trainiert den Core, dem Impuls zurückzulehnen zu widerstehen, wenn die Ermüdung einsetzt.
Muskulär treiben die Quadrizeps und Hüftbeuger jeden Kick an, die Hamstrings und das Gesäß kontrollieren das Bein bei der Rückkehr zum Boden, und die Waden übernehmen die schnellen, federnden Fußkontakte. Das Hochhalten der Arme hält die Spannung in den Schultern und im tiefen Core – deshalb spüren viele diese Übung in der Körpermitte, obwohl sie wie eine Beinübung aussieht. Der Schwerpunkt liegt auf Koordination und Rhythmus, nicht auf maximaler Muskelkontraktion.
Die Ausgangsposition ist wichtiger, als es scheint. Steh aufrecht, die Füße etwa hüftbreit auseinander, die Arme vollständig über Kopf gestreckt mit gespreizten Fingern, und die Rippen über dem Becken gestapelt. Ein häufiger Fehler ist, dass das Lendenwirbelsäulen-Hohlkreuz entsteht und der Bauch nach vorn gedrückt wird, sobald die Arme hochgehen; spanne den Rumpf leicht an und halte das Becken neutral vom ersten bis zum letzten Wiederholung. Wenn du die Arme nicht ohne Hohlkreuz gestreckt über Kopf halten kannst, öffne die Hände etwas oder senke sie ein paar Zentimeter, statt deine Wirbelsäulenposition zu opfern.
Zur Ausführung: Bleib auf den Fußballen und kick eine Ferse Richtung Gesäß hoch, dann wechsle das Bein in einem schnellen, abwechselnden Rhythmus – ähnlich wie Laufen auf der Stelle. Halte die Knie ungefähr unter den Hüften, statt sie nach vorn zu drücken, und ziele auf schnelle, leichte Kontakte statt auf schweres Aufstampfen. Die Übung wird typischerweise auf Zeit ausgeführt – irgendwo zwischen 15 und 45 Sekunden pro Satz – oder in einen dynamischen Aufwärmzirkel integriert.
Nutze den Fersenkick mit Armen über Kopf, wenn du eine effiziente Ganzkörper-Erwärmung, eine quadrizepsfokussierte dynamische Dehnung oder ein technisch anspruchsloses Cardio-Intervall zwischen Kraftübungen brauchst. Da keine Ausrüstung und kaum Platz nötig ist, ist die Übung überall machbar: Hotelzimmer, kleine Home-Gyms und Aufwärmen am Spielfeldrand funktionieren alle. Halte das Tempo ehrlich, aber kontrolliert – diese Übung belohnt einen knackigen Rhythmus, kein wildes Fuchteln.
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Anleitungen
- Steh mit hüftbreit auseinander stehenden Füßen, das Gewicht auf den Fußballen beider Füße verteilt, und streck die Arme gerade über Kopf mit weit gespreizten Fingern.
- Zieh die Schultern von den Ohren weg nach unten, spanne den Rumpf leicht an und stapel die Rippen über dem Becken, damit deine Lendenwirbelsäule neutral bleibt.
- Verlagere das Gewicht auf den Fußballen eines Fußes und kick diese Ferse hinter dir Richtung Gesäß hoch, wobei das Knie nach unten zum Boden zeigt statt nach vorn.
- Sobald dieser Fuß den Boden berührt, kick die gegenüberliegende Ferse hoch und etabliere einen schnellen Wechselrhythmus wie beim Laufen auf der Stelle.
- Halte beide Arme während des gesamten Satzes über Kopf gestreckt; widerstehe dem Drang, sie nach vorn, seitlich oder nach unten sinken zu lassen, wenn du müde wirst.
- Bleib durch den Rumpf aufrecht – wenn du merkst, dass du zurücklehnst oder ein Hohlkreuz entsteht, spanne den Rumpf stärker an und verkürze den Kick leicht.
- Lande bei jedem Kontakt weich und leise auf den Fußballen, mit federnden statt schweren Kontakten.
- Atme gleichmäßig durch, mit Ein- und Ausatmung in einem konstanten Rhythmus statt die Luft anzuhalten.
- Mach weiter bis zu deiner Zielzeit, typischerweise 15 bis 45 Sekunden, dann stoppe, senke die Arme langsam und schüttle Schultern und Beine locker, bevor der nächste Satz beginnt.
Tipps & Tricks
- Wenn dein unterer Rücken ein Hohlkreuz bekommt, sobald die Arme über Kopf gehen, reduziere zuerst leicht die Höhe des Kicks, bevor du das Tempo drosselst – das Hohlkreuz entsteht meist durch verlorene Rumpfspannung, nicht durch die Beine.
- Ziel die Ferse auf dein Gesäß, nicht auf die Decke hinter dir; übertriebenes Kicken mit gestrecktem Knie macht aus der Übung eine schlampige Beinschwung-Bewegung und belastet das Knie.
- Halte das Knie des Kick-Beins unter oder leicht hinter der Hüfte. Driftet das Knie nach vorn, wird die Übung zum Aufprall aufs vordere Knie statt zu einer Quadrizeps-Aufwärmung.
- Leise Füße sind ein Qualitätssignal. Wenn deine Kontakte laut sind, stempelst du – denk an 'heißer Boden' und heb die Füße schneller mit weniger Kraft an.
- Spreiz die Finger und drück die Handflächen aktiv nach oben. Dieser kleine Hinweis hält die Schultern aktiv und verhindert, dass die Arme wackeln, wenn die Beine schneller werden.
- Wenn deine Schultern vor den Beinen ermüden, ist das anfangs normal – senke die Arme für einige Wiederholungen in eine abgewinkelte 'Torpfosten'-Position ab, statt sie komplett fallen zu lassen.
- Steigere dich, indem du das Arbeitsintervall verlängerst (von 15 bis zu 45 Sekunden) oder die Kick-Geschwindigkeit erhöhst, nicht durch mehr Höhe oder Zurücklehnen für mehr Bewegungsumfang.
- Auf hartem Boden macht eine dünne Matte oder gute Trainingsschuhe die wiederholten Fußkontakte für Waden und Knöchel bei längeren Sätzen angenehmer.
- Nutze diese Übung früh im Aufwärmen, wenn du frisch bist; nach schwerem Beintraining neigt der knackige Rhythmus dazu, in ein Schlurfen überzugehen.
Häufig gestellte Fragen
Welche Muskeln trainiert der Fersenkick mit Armen über Kopf?
Die Quadrizeps und Hüftbeuger treiben jeden Kick an, während die Hamstrings und das Gesäß das Bein beim Absenken kontrollieren und die Waden die schnellen Fußkontakte übernehmen. Das Hochhalten der Arme hält kontinuierliche Spannung in den Schultern und zwingt den Core, den Rumpf zu stabilisieren.
Warum müssen meine Arme die ganze Zeit über Kopf bleiben?
Die erhobenen Arme unterscheiden diese Übung vom normalen Fersenkick. Sie erhöhen die Anforderung an Balance und Rumpfstabilisierung, halten Schultern und oberen Rücken aktiv und machen es deutlich schwerer, zurückzulehnen oder einzusacken, wenn du müde wirst.
Ist der Fersenkick mit Armen über Kopf für Anfänger geeignet?
Ja. Das Bewegungsmuster ist einfach und erfordert keine Ausrüstung, sodass Anfänger mit langsamen, kontrollierten Kicks über 15 Sekunden starten können. Wenn die Position mit Armen über Kopf unangenehm ist, halte die Hände etwas niedriger oder breiter, bis die Schulterbeweglichkeit besser wird.
Soll ich die Ferse komplett bis zum Gesäß kicken?
Ziel auf das Gesäß, aber erzwing es nicht. Ein etwas kürzerer Kick mit aufrechtem Rumpf und schnellem Rhythmus ist effektiver als ein maximaler Kick, der dich in ein Hohlkreuz zwingt oder das Knie nach vorn schwingen lässt.
Wie lange sollte jeder Satz dauern?
Fünfzehn bis fünfundvierzig Sekunden pro Satz eignen sich gut fürs Aufwärmen und Konditionsintervalle. Beende den Satz, wenn dein Rhythmus schlampig wird – die Qualität des Kicks und der Fußkontakte ist wichtiger als das Herausholen ein paar zusätzlicher Sekunden.
Was ist der häufigste Fehler bei dieser Übung?
Das Zurücklehnen des Oberkörpers und das Hohlkreuz, während die Arme über Kopf bleiben. Behebe das, indem du den Rumpf anspannst, die Rippen über dem Becken stapelst und die Kick-Höhe leicht reduzierst, bis du aufrecht bleiben kannst.
Kann ich den Fersenkick mit Armen über Kopf als Aufwärmen vor Laufen oder Krafttraining nutzen?
Absolut. Er erhöht deine Herzfrequenz, dehnt die Quadrizeps dynamisch und bereitet Waden und Knöchel auf Belastung vor, was ihn zu einer guten frühen Übung im Lauf- oder Bein-Aufwärmen macht.
Wodurch kann ich die Übung ersetzen, wenn die Position über Kopf meine Schultern belastet?
Behalte denselben abwechselnden Fersenschlag Richtung Gesäß, halte aber die Arme in einer abgewinkelten 'Torpfosten'-Position oder die Hände hinter dem Kopf. Du verlierst etwas an Rumpf- und Schulteranforderung, behältst aber das Beinmuster intakt.
Ist die Übung sicher für meine Knie?
Wenn das Knie nach unten zeigt und die Ferse nach hinten Richtung Gesäß gezogen wird, ist die Übung schonend für die Knie. Vermeide es, das Knie nach vorn zu drücken oder das Bein hinter dir ruckartig durchzustrecken, und halte die Fußkontakte leicht.
Worin unterscheidet sich die Übung vom normalen Fersenkick-Lauf?
Beim normalen Fersenkick schwingen die Arme frei an deiner Seite, beim Fersenkick mit Armen über Kopf bleiben sie gestreckt über Kopf, was einen Teil der Arbeit auf Schultern, oberen Rücken und Core verlagert und das Balance-Gefühl deutlich schwieriger macht.
