Po-Kick Mit Schultertipp
Der Po-Kick mit Schultertipp ist eine stehende Gleichgewichts- und Koordinationsübung, die einen einbeinigen Po-Kick mit einem gleichzeitigen Handtipp zur gegenüberliegenden Schulter kombiniert. Du balancierst auf einem Bein, während die freie Ferse Richtung Gesäß nach oben kickt und die gegenüberliegende Hand sich beugt, um die Schulter auf derselben Seite wie das Arbeitsbein zu berühren – so müssen die beiden Körperhälften unter einem sich verschiebenden Schwerpunkt zusammenarbeiten. Die Übung braucht kein Equipment und kaum Platz, lässt sich also problemlos ins Aufwärmen, in einen Zirkel oder in einen Block zur aktiven Erholung einbauen.
Diese Bewegung trainiert drei Qualitäten gleichzeitig: dynamisches einbeiniges Gleichgewicht, Aktivierung von Beinbeugern und Gesäß durch das kickende Bein sowie Rumpfstabilität, während deine Körpermitte den Oberkörper aufrecht hält, wenn eine Extremität den Boden verlässt und die andere zur Körpermitte hinübergeht. Wade und Knöchelstabilisatoren des Standbeins arbeiten die ganze Zeit ruhig mit, und die erhobene Armposition stellt eine leichte Anforderung an Schultern und oberen Rücken, um eine gute Haltung zu bewahren.
Die Ausgangsposition ist wichtiger, als sie aussieht. Weil du von einem Standbein aufs andere hüpfst oder steppst, während beide Hände auf Kopfhöhe unterwegs sind, sind eine schmale, versetzte Standfläche und ein gespannter Oberkörper das, was die Bewegung davon abhält, in ein wackeliges Schwanken nach links und rechts überzugehen. Starte langsam, spüre, wie Fersenkontakt zur Pobacke und Schultertipp zusammen landen, und steigere das Tempo erst, wenn der Rhythmus stimmt.
So führst du die Übung gut aus: Steh aufrecht, die Füße direkt unter den Hüften, die Arme seitlich angehoben oder über Kopf. Verlagere dein Gewicht auf ein Bein, drücke dann die Ferse des anderen Beins nach hinten und oben Richtung Gesäß, während sich der Arm auf derselben Seite wie das Standbein beugt, um die eigene Schulter zu tippen. Führe beide Extremitäten kontrolliert zurück und wiederhole auf der anderen Seite – wechsle die Beine in einem ruhigen, gleichmäßigen Rhythmus, statt die Wiederholungen zu hetzen.
Diese Übung eignet sich für Einsteiger, die ihre einbeinige Kontrolle entwickeln wollen, für Läufer und Feldsportler, die Beinbeuger und Knöchel aufwärmen, und für alle, die zu Hause ein schonendes Konditionstraining programmieren. Sie funktioniert auch gut als Steigerung nach normalen Po-Kicks, weil der Schultertipp die Koordinationsanforderung erhöht. Wenn das Gleichgewicht limitiert, halte eine Wand oder einen Stuhl in Reichweite und nutze ab und zu einen Fingerspitzenkontakt, bis deine Stabilität besser wird.
Zur Sicherheit: Halte das Knie des arbeitenden Beins nach vorne zeigend und das Standbein-Knie weich statt durchgedrückt. Lande leise auf dem Fußballen, stapel die Rippen über dem Becken und beende den Satz, sobald du anfängst, den Oberkörper zu schwingen, um den Tipp zu erreichen.
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Anleitungen
- Steh aufrecht mit hüftbreit auseinander stehenden Füßen, gleichmäßig verteiltem Gewicht und den Armen seitlich auf etwa Schulterhöhe oder leicht darüber angehoben.
- Spanne deine Körpermitte leicht an, ziehe die Schulterblätter nach unten und hinten und fixiere einen Punkt geradeaus vor dir, um die Balance zu unterstützen.
- Verlagere dein Gewicht auf das rechte Bein mit leicht gebeugtem Knie, halte den Fuß flach und die Zehen gespreizt für eine stabile Basis.
- Kicke die linke Ferse nach hinten und oben Richtung linkes Gesäß, indem du das Knie beugst, sodass der Oberschenkel ungefähr unter der Hüfte bleibt.
- Während die Ferse nach oben kickt, beugst du den linken Arm und tippst mit der linken Hand die linke Schulter – oder bringst je nach trainierter Variante die gegenüberliegende Hand hinüber zum Tipp – und hältst den anderen Arm gestreckt.
- Halte den Oberkörper aufrecht und frontal nach vorn; lass die Hüften nicht rotieren und die Brust nicht einsinken, wenn sich Hand und Ferse treffen.
- Senk den Fuß kontrolliert zurück zum Boden und lande auf dem Fußballen nah an deiner Ausgangsstellung.
- Atme beim Kick und Tipp aus, beim Zurückführen des Fußes zum Boden ein.
- Wiederhole am rechten Bein, während du auf dem linken balancierst, und wechsle weiter im Wechsel für deine Zielzeit oder Wiederholungszahl.
- Zwischen den Sätzen stellst du dich ganz aufrecht hin, schüttelst Arme und Knöchel aus und richtest deine Haltung neu aus, bevor du den nächsten Satz beginnst.
Tipps & Tricks
- Der häufigste Fehler ist, den Oberkörper zur Tippseite hin lehnen zu lassen, um den Weg der Hand zu verkürzen; halte das Ohr über der Schulter und lass stattdessen den Ellbogen die Bewegung machen.
- Wenn deine Ferse nie deine Pobacke erreicht, driftet das Kickknie wahrscheinlich nach vorne; denk daran, die Ferse an der Rückseite des Standbeins nach oben zu streichen, statt den Fuß nach vorne zu führen.
- Halte das Standbein-Knie die ganze Zeit leicht gebeugt. Ein durchgedrücktes Knie macht den Knöchel starr und verwandelt kleine Balancekorrekturen in große Wackler.
- Verlangsame das Tempo, bevor du es schneller machst. Ein sauberer einsekündiger Kick mit bewusst gesetztem Tipp vermittelt den Rhythmus besser als schnelle, schlampige Wiederholungen.
- Spreize die Zehen des Standfußes und drücke über den Großzehenballen; das allein behebt die meiste seitliche Instabilität in dieser Übung.
- Schau nicht auf deine Füße. Such dir einen Punkt auf der Wand auf Augenhöhe, denn ein gesenkter Blick zieht fast immer die Brust nach vorne und lässt den oberen Rücken einrunden.
- Wenn du Wiederholungen nicht ohne Wandberührung schaffst, stell dich neben eine Wand und nutze eine einzige Fingerspitze für die Balance, statt die Reichweite des Kicks zu verkürzen.
- Halte den nicht arbeitenden Arm aktiv gestreckt, statt ihn schlaff hängen zu lassen; der erhobene Arm dient als Gegengewicht und schärft die Koordinationsanforderung.
- Atme gleichmäßig weiter, statt in der Balancephase die Luft anzuhalten, denn Luftanhalten macht den ganzen Körper angespannt und starr.
Häufig gestellte Fragen
Welche Muskeln trainiert der Po-Kick mit Schultertipp?
Die Beinbeuger und das Gesäß des kickenden Beins leisten die Hauptarbeit, während Waden und Knöchelstabilisatoren des Standbeins das Gleichgewicht kontrollieren. Die Körpermitte hält den Oberkörper aufrecht, und Schultern sowie oberer Rücken halten die erhobene Armposition.
Ist der Po-Kick mit Schultertipp etwas für Anfänger?
Ja, solange das Tempo anfangs langsam gehalten wird. Anfänger können sich auch neben eine Wand stellen und eine Fingerspitze zur Unterstützung nutzen, bis sich das einbeinige Gleichgewicht sicher anfühlt.
Warum tippt die Hand während eines Po-Kicks die gegenüberliegende oder eigene Schulter?
Der Tipp verbindet Ober- und Körperhälfte zu einem koordinierten Bewegungsmuster und erhöht die Anforderung an Balance und Timing weit über einen normalen Po-Kick hinaus. Außerdem bleiben die Arme so aktiv, sodass die Haltung in der einbeinigen Phase nicht zusammenfällt.
Sollte ich den Po-Kick mit Schultertipp schnell oder langsam ausführen?
Lerne die Übung erst langsam, damit die Ferse das Gesäß erreicht und der Tipp bei jeder Wiederholung sauber sitzt. Sobald der Rhythmus stimmt, kannst du für einen leichten Konditionseffekt schneller werden.
Was ist der häufigste Fehler bei dieser Übung?
Den Oberkörper zur Seite zu lehnen oder die Hüften zu verdrehen, um den Tipp zu erleichtern. Halte die Brust aufrecht und frontal nach vorn und lass Ellbogen und Knie die Strecke zurücklegen.
Kann ich den Po-Kick mit Schultertipp ersetzen, wenn mein Gleichgewicht schlecht ist?
Mache zuerst normale stehende Po-Kicks mit beiden Armen ausgestreckt zur Stütze oder halte dich an einem Stuhl fest und füge nur den Fersenkick hinzu. Steig zum Schultertipp auf, sobald du 20 bis 30 Sekunden auf einem Bein balancieren kannst.
Wie viele Wiederholungen oder wie lange sollte ich diese Übung machen?
Beginne mit 20 bis 30 Sekunden Wechselkicks oder etwa 10 Kicks pro Bein. Nutze sie im Aufwärmen für ein bis zwei Runden oder baue sie für das Konditionstraining in einen Zirkel ein.
Ist diese Übung sicher für die Knie?
Sie ist im Allgemeinen kniefreundlich, wenn das Standbein-Knie weich bleibt und das Kickknie gerade nach hinten drückt statt nach außen zu verdrehen. Vermeide sie bei akuten Knieschmerzen und zieh einen Fachmann hinzu, wenn eine konkrete Verletzung rehabiliteirt wird.
Baut der Po-Kick mit Schultertipp Muskeln auf?
Er ist in erster Linie eine Balance-, Koordinations- und Aufwärmübung und keine muskelaufbauende Bewegung. Er aktiviert Beinbeuger und Gesäß und hebt die Herzfrequenz, sollte den Krafttrainingserfolg für Muskelaufbau aber ergänzen und nicht ersetzen.
